Bo Rai

Wie Thailand sich verändert, wenn der Bergbau abwandert

Bo Rai im Südosten der Provinz Trat in Thailand, blickt auf eine lange Tradition im Bergbau zurück. In den Soi Dao Bergen wurden in den frühen 60er Jahren reiche Rubinvorkommen entdeckt, die dort bis weit in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts abgebaut wurden. Als in den 90er Jahren diese Region in Thailand als ‚frei von Edelsteinen‘ deklariert wurde, tauchten große Probleme auf: wie sollte die verloren gegangene wirtschaftliche Identität erneuert werden, auf die man sich in Thailand alternativlos über rund zwei Jahrzehnte verlassen hatte? Das Gebiet war dem Ruin nahe, zumal viele Kambodschaner zu ernähren waren, die sich hier im Zuge der Krise um die Roten Khmer und ihrer Flucht aus Kambodscha eine neue Heimat aufgebaut hatten. Und auch heute noch können Sie auf Ihrer Thailand Reise die Hinterlassenschaften aus dieser Rubinzeit sehen, denn viele Shops, in denen die Steine gehandelt wurden, stehen leer und zeugen von der Vergangenheit.

Von der Bergbaumine zum Pilz- und Feldfruchtanbau

Wer die Region besucht, erwartet vielleicht Geisterminen und wird sich überrascht zeigen, wie effizient die Thai mit dem Verlust der Einnahmequelle umgegangen sind. Aus den leeren Minen wurden Areale, in denen nun Pilze und Feldfrüchte gezüchtet werden, denen das Minenklima in die Hände spielt. Wer also auf der Suche nach alten Relikten in den Minen ist, der muss sich von diesem Gedanken recht schnell verabschieden. Damit wurde die Region, die theoretisch dem Untergang und dem Ruin geweiht war, neues Leben eingehaucht. Und die Pläne der Thai, Bo Rai noch weiter mit Leben in wirtschaftlicher Hinsicht zu füllen, gehen weiter – der Ort soll eine grüne Oase werden, der sich rund um die Soi Dao Berge gruppiert. Und das dient sich tatsächlich hervorragend an, denn diese Region gilt als letzte wahre Wildnis, welche auf den Ausläufern des kambodschanischen Regenwaldes basiert.

Bo Rai – die Wildnis der Soi Dao Berge erobert die Region zurück

In den Soi Dao Bergen finden sich, obwohl die Gegend lange durch den Rubinabbau zur Ader gelassen wurde, viele Tier- und Pflanzenarten, die den Raubbau unbeschadet überstanden haben. selbst gefährdet Tierarten haben sich hier gehalten – so zum Beispiel Gibbons, Elefanten und Tiger. Von Wanderungen auf eigene Faust wird in diesem Gebiet jedoch dringend abgeraten, da es immer noch einige Stellen gibt, an denen Hinterlassenschaften der Roten Khmer in Form von kleineren Landminenarealen zu finden sind. Sie als Besucher haben jedoch, wenn Sie gerne auf eigene Faust durchstarten möchten, den Nam Tok Khlong Kaeo Nationalpark auf die Liste schreiben, der ungefähr sieben Kilometer westlich der Stadt liegt. Hier erleben Sie das Gefühl von echtem Regenwald, der sich die Betonwege des Bergbaus in Teilen zurückerobert. Die Wasserfälle hier sind einfach sehenswert und der 800 Meter lange Trek bis durch die felsigen Bäche in die höhere Ebene der bergigen Umgebung steht für schieren Kletterspaß.

Reisen Sie zurück in die 80er Jahre

Bo Rai als ehemalige Rubin-Bergbaumetropole steht heute für die lebendige Zeitreise. Dafür steht das Edelsteinmuseum von Bo Rai, das Ende 2010 eröffnet wurde. Hier erhalten Sie viele Informationen über die Geschichte des Edelsteinbergbaus in der Provinz Trat. Wenn Sie den Ort erleben wollen, verlassen Sie sich bitte nicht darauf, dass Sie in Amphoe Bo Rai Unterkünfte finden. Darum empfehlen wir die Reise nach Trat Town und von dort mit dem ‚Song thaeo‘, einem Pick-Up Bus nach Bo Rai. Erleben Sie mit, wie aus einer Natursünde der 60er, 70er und 80er Jahren mit viel Schweiß eine grüne Oase wird!

Thailand Koh Chang in Trat

Reiseinformation

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