Das Jim Thompson House in Bangkok

Ein Muss für Liebhaber südostasiatischer Kunst

Jim Thompson ist wohl eine der bekanntesten Amerikaner in der thailändischen Geschichte. Der Unternehmer, Architekt, Militäroffizier und zu einem Zeitpunkt sogar Geheimagent, revolutionierte quasi im Alleingang die thailändische Seiden-Industrie und galt als einer der wichtigsten Kunstsammler südostasiatischer Stücke.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs kam Thompson nach Bangkok und versuchte, im Wiederaufbau des legendären Oriental-Hotels einzusteigen. Als das nicht funktionierte, entschloss er sich dazu, ein eigenes Seidengeschäft zu eröffnen – mit riesigem Erfolg. Er schaffte es, traditionelle Weberei mit industriellen Standards zu kombinieren und die thailändische Seide perfekt zu vermarkten. Schon bald gehörten Prominente und hochwertige Hotels zu seinen Kunden.

Die sechs Gebäude des Jim Thompson Komplexes

Sein Meisterwerk erschuf sich Thompson inmitten in Bangkoks Herzen: hier ließ er fünf traditionelle Holzhäuser aus Ayutthaya wieder aufbauen, die er dort zuvor entdeckt hatte. Dafür wurden die Häuser Stück für Stück auseinandergenommen, über den Chao Phraya nach Bangkok gebracht und wiederaufgebaut – aber nicht, ohne dass Thompson einige geschickte kleine Änderungen vornahm und die Häuser nach seinen Vorstellungen anpasste. Das sechste und größte Hause, welches als Wohnzimmer diente, war ein altes Weberhaus aus Bangkrua und befindet sich direkt an einem Kanal (Khlong). Auf der anderen Seite des Kanals gingen seine Weber ihrer Beschäftigung nach.

Heute finden sich in den sechs Häusern des Jim Thompson Hauses unzählige Kunstwerke, die der Architekt bei Reisen rund durch Südostasien sammelte, u. A. :

  • Thailändische und burmesische Buddha-Statuen
  • Kambodschanische Schnitzereien
  • Blau-weißes Ming-Porzellan aus China
  • Belgisches Glas
  • Ein Esstisch aus dem Besitz König Rama V.
  • Und natürlich jede Menge Interessantes zu traditioneller Seide, Motiven und der Geschichte der Weberei.

Das mysteriöse Verschwinden von Jim Thompson

Am Ostersonntag den 26. März 1967 verschwand Jim Thompson nach einem Spaziergang in den malayischen Cameron Highlands spurlos. Was wirklich passiert ist, konnte bis heute nicht wirklich geklärt werden und so verwundert es nicht, dass sich zahlreiche Legenden um sein Verschwinden ranken – und die reichen von einer Entführung bis über das Gefressenwerden von einem Tiger. Interessant ist, dass er als Geheimdienstler ein ausgedehntes Überlebenstraining genossen hat und genau deshalb spekulieren manche Experten, dass es eher ein „geplanter Abgang“ gewesen sein könnte. Oder Kidnapping. Oder Mord. Oder, oder, oder…

Über 500 Menschen beteiligten sich an der Suche, angefangen von der Polizei, der Armee, Trekkern, Missionäre, Tourguides bis hin zu Wahrsagern – doch ohne Erfolg.

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Lage und Öffnungszeiten

Das Jim Thompson House liegt genau gegenüber des National Stadiums auf der Soi Kasemsan (2) Song. Am einfachsten können Sie das Museum mit dem Skytrain erreichen. Dafür einfach an der Station National Stadium aussteigen und die letzten Meter zu Fuß hinter sich bringen.

Das Museum öffnet täglich um 9.00 morgens, die letzte geführte Tour beginnt um 18.00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 150 Baht.

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