Unsere besten Insidertipps für den perfekten Familienurlaub in Thailand Teil II

Die beste Reisezeit für den Thailand Urlaub mit Kindern

Kinder im Regen

Kinder machen in Thailand aus allem das Beste – auch aus der Regenzeit!

Natürlich kann man sich nicht immer aussuchen, wann man den Familienurlaub in Thailand plant, vor allem nicht mit schulpflichtigen Kindern. Zwar mag es in der Hauptsaison manchmal voller werden und in der Regensaison mal ein paar Stunden feucht (siehe unten), doch in Thailand findet man immer wunderschöne Plätzchen, um sich zu erholen. Also keine Sorge: Jede Reisezeit ist eine gute Reisezeit für die Thailand Reise mit Kindern.

Von Dezember bis Januar ist definitiv eine Hochsaison in Thailand. Jetzt ist das Wetter ein wenig kühler und angenehmer, aber immer noch warm-tropisch und die Luft ist klar – perfekt für Ausflüge, die auch mal den ganzen Tag dauern. Für diese Reisezeit in Thailand sollte man allerdings so früh wie möglich mit dem Buchen von Flügen und Unterkünften anfangen. Die Hochburgen wie Phuket und Ko Samui werden recht voll. Wer das nicht so mag, sollte auf andere Reiseziele ausweichen.

Im März fängt es an, wieder erheblich wärmer zu werden. Der April ist der heißeste Monat in Thailand – und mit heiß meine ich heiß. Mit kleineren Kindern und Babys sollte man sich darauf einstellen, alles sehr gemächlich zu machen und während der Mittagszeit auf jeden Fall im Schatten zu bleiben. Allerdings findet das Songkran Fest im April statt und das bedeutet: Abkühlung! (siehe Teil III unseres Familienurlaub-in-Thailand Specials).

Auch im Mai kann es noch zu Hitzewellen kommen, obwohl hier schon die Regenzeit beginnt. Diese dauert bis Oktober und ist mein persönlicher Geheimtipp für die Thailand Reise mit Kindern. Zwar ist diese Nebensaison tatsächlich von Regenschauern gekennzeichnet, die fast täglich kommen. Doch die Kinder lieben es, im Regen herumzulaufen und zu spielen. Während der Monsunzeit öffnen sich die Himmel nicht durchgängig. Nur ganz selten ist man mal im Hotel oder Bungalow „eingesperrt“, weil es wirklich einen ganzen Tag lang schüttet. Meist sind die Regenfälle nach ein bis drei Stunden wieder vorbei. Der Vorteil: Während dieser Nebensaison fallen die Preise für den Thailand Urlaub mit Kindern oft um 50% – und ansonsten überfüllte Strände sind angenehm leer.

Die klassische, „kühle“ und trockene Reisezeit für den Familienurlaub in Thailand dauert von November bis Februar. Nun kann man unbesorgt auch durchgängige Ausflüge oder Safaris planen, sollte aber auch in diesen Monaten im voraus buchen, wenn man auf der sicheren Seite sein möchte.

Anreise

Aus meiner Zeit als Single und Backpacker habe ich den Hang zum Hypersparsamen. Deshalb war mein Suchkriterium für Fernflüge auch nach der Geburt meines Sohnes noch lange der Preis. Wer aber einmal mit einem Kleinkind zweimal aus Flugzeugen aus- und wieder eingestiegen ist und vier Stunden mitten in der Nacht auf einem Flughafen mit einem total übermüdeten Knirps verbracht hat, weiß spätestens dann: Für den Familienurlaub nach Thailand ist der kürzeste und stressfreieste Flug mit den wenigsten Umstiegen und möglichst null Aufenthalten mehr als empfehlenswert, auch wenn er zusätzlich kostet – und vor allem, wenn man nur zwei bis drei Wochen in Thailand bleibt.

In jedem Fall mitnehmen: Snacks und Malsachen, Spiele auf dem Tablet etc. Nach ein paar Stunden wird das Bordprogramm langweilig werden, dann sind Lieblingssüßigkeiten und Bespaßung gefragt.

Jadebuddhas

Der Tempel des Jadebuddhas in Bangkok von oben betrachtet – die perfekte Perspektive für einen ersten Tag

Am idealsten bucht man den Flug so, dass man innerhalb der normalen Zubettgehzeit der Kinder im Hotel ankommt. Nach 23.00 Uhr aufzuschlagen bedeutet meist, dass sie am ersten Tag ziemlich unbrauchbar sind.

Apropos erster Tag: Auch wenn man selbst direkt loslegen will, sollte man den Tag nach Ankunft ganz flexibel handhaben und sehr entspannt angehen. An diesem Tag sollten die Kiddies das Tempo bestimmen und sich ans Klima gewöhnen dürfen.

Deshalb nehme ich mir auch kein Sightseeing für den Vormittag vor; am Nachmittag recherchiere ich gerne einen Aussichtspunkt, an dem wenige Menschen sind und von dem aus man eine gute Aussicht über die Umgebung hat. Das gibt Kindern das Gefühl, das alles weniger fremd ist und sie die neue Umgebung “im Blick haben”. Großartig geeignet für diese Zwecke ist in Bangkok etwa eine Fahrt mit dem Skytrain (BTS).

Für alle Budgets

Perfekte Familien Unterkünfte in Thailand

Bangkok TreehouseEines der tollen Features an Thailand ist, dass man hier als Familie wirklich in allen Preisklassen wunderbar Urlaub machen kann. Grundsätzlich ist Thailand für Familien weltweit einer der preiswertesten Urlaubsorte. Um das richtige Hotel, Hostel oder Ferienhaus für den Thailand Urlaub mit Kindern zu finden gibt es ein nur paar Besonderheiten, die es zu berücksichtigen gilt

Bei vier Personen sollte das Zimmer für mindestens drei Personen ausgelegt sein; ein Doppelzimmer mit zwei Extra Kinderbetten mag einen Hauch preiswerter sein, eignet sich aber meist nicht als Rückzugsort für die ganze Familie (siehe Teil I). Viele Hotels bieten den kostenfreien Aufenthalt eines Kindes an (meist bis zu sechs Jahren, manchmal auch darüber hinaus). Diese Discount für Kinder können auch anbieterabhängig sein, ein bisschen Recherche hilft hier, mit wenig Budget weiter zu kommen!

In manchen Fällen mag ich aber auch nicht sparen – das Bangkok Treehouse Hotel (siehe auch umweltbewusste Hotels) ist so ein Fall. Kinder lieben ungewöhnliche Schlafplätze. Hier thronen sie hoch über den Bäumen in einer wirklich ungewöhnlichen Gegend Bangkoks und schwärmen noch Monate später davon.

Die Location ist überhaupt wichtiger als man denkt. In Europa trifft es eher zu, dass man vom Hotel schnell überall sein kann; in Thailand kann der Transport der ganzen Familie ein logistischer Hochseilakt werden. Am besten sucht man sich eine Unterkunft in einer ruhigeren Nebenstraße, aber dennoch nahe an den avisierte Besichtigungszielen oder Restaurants. In Bangkok lohnt es sich, eine Bleibe unmittelbar am Wasser zu buchen, denn mit den Wasser-Taxis kommt man nicht nur auf spanende und kinderfreundliche, sondern vor allem schnelle Art von A nach B – während die Straßen oft hoffnungslos verstopft sind.

Beach-Bungalow

An Kinderfreundlichkeit nicht zu überbieten: Der Beach-Bungalow

Wer es morgens gerne langsam angeht, bestellt Zimmer mit Frühstück inklusive. Fast allen Familien geht es aber so, dass man während des Tages so viele aufregende Restaurants und Street Food Stände (die so gut wie alle bereits am frühen Morgen aufmachen) entdeckt, dass man schon zum Frühstück nicht im Hotel bleiben möchte. Bietet also ein Hotel kein Frühstück an, ist aber ansonsten eine Traumunterkunft: Zuschlagen!

Ein anderes Must-Have ist hingegen die Klimaanlage, zumindest in der Stadt. Nichts wirkt besser gegen Schwülekoller und schlechte Laune der Kiddies, als in einen wohltemperierten Raum zurückzukehren.

Die Preise der Hotels variieren extrem je nach Gegend. Im wunderschönen, aber touristisch noch nicht voll erschlossenen Kanchanaburi (siehe Teil III) kann man als Familie für 12$ sehr angenehme Zimmer finden. In Bangkok kommt man nicht wirklich unter 50$ davon. Dort bietet etwa das saubere und kinderfreundliche Mile Map Hostel im gut angebundenen Silom 4-Bett-Zimmer für rund 50$ die Nacht an. Direkt am Fluß nächtigt man im Chatrium Riverside Hotel für etwa 100$ die Nacht für eine Familiensuite mit zwei Schlafzimmern.

An den Stränden gibt’s die Beach Bungalows je nach Ort bereits bei 10$ pro Nacht; für 30$ kann man als drei- oder vierköpfige Familie in jedem Fall etwas wunderschönes finden, solange es nicht Phuket in der Hauptsaison sein muss.

Immer gilt: Die beste Empfehlung sind immer noch Empfehlungen. Was sagen andere Familien mit Kindern zu der Unterkunft? Wie viele Sterne vergeben sie – und sind diese Berichte aktuell? Aber Achtung, auf den großen Reiseportalen sind nicht alle Rezensionen authentisch. Mit der Zeit entwickelt man ein Bauchgefühl dafür, ob hier wirklich Eltern mit Erfahrung sprechen.

Sonnenschutz, Erste Hilfe und medizinische Versorgung

Thailändische Ärzte und Krankenhäuser sind meist exzellent ausgestattet und ausgebildet – vor allem die privaten. Es ist allerdings eine gute Idee, vorher mit der Krankenversicherung abzuklären, ob sie Auslandsaufenthalte abdeckt und gegebenenfalls eine Zusatzversicherung abzuschließen, die auch den Heimtransport abdeckt. Auch die zahnmedizinischer Versorgung ist sehr gut; viele Menschen aus der ganzen Welt kommen nach Thailand, um sich hier preiswert ihre Zähne richten zu lassen.

Die Sonne stellt tatsächlich eines der größten, wenn nicht sogar das Gesundheitsrisiko überhaupt für Kinder während dem Familienurlaub in Thailand dar. Ihre zarte Haut sollte doppelt und dreifach gegen Sonneneinstrahlung geschützt sein. Die meisten Strände in Thailand bieten wenig bis gar keinen natürlichen Schattenschutz in Wassernähe. Es lohnt, vor Ort eine größere Sonnenmuschel für die ganze Familie zu erwerben; in jedem Fall, wenn Babys oder kleine Kinder dabei sind, die noch Mittagsschläfchen halten. Dann sollte ein Moskitonetz zusätzlich den Eingang schützen.

Sonnenmilch und Sonnenblocker müssen wasserabweisend sein, Sonnenhüte sind sehr zu empfehlen. Ganz kleine Kinder sollten in der Mittagshitze lieber langärmelige T-Shirts tragen.

Falls ein Familienmitglied eine ausgeprägte Allergie gegen bestimmte Zusatzstoffe oder Zutaten oder eine besonders behandlungsbedürftige Krankheit hat, sollte man sich dies von einem Arzt zuhause dokumentieren und dieses Dokument gegebenenfalls in Thailändische übersetzen lassen. So werden keine langwierigen Erklärungen oder Diagnosen im Krankenhaus notwendig, wenn es schnell gehen muss.

Rundreisen in Thailand mit der Familie sind entspannt und sicher

Zugfahren

Auch tagsüber kann das Zugfahren ein echtes Abenteuer in Thailand sein

Wer sich auf eigene Faust in Thailand umsehen und nicht mit dem Flugzeug reisen möchte, kann sich als Familie ganz entspannt auf die Übernachtzüge verlassen. Die Abteile sind sauber und gut ausgestattet, die Sitze verwandeln sich in überraschend bequeme Betten, man gewinnt einen ganzen Tag an Reisezeit und nachts ist immer ein Kontrolleur im Dienst, falls es mal etwas zu beanstanden gibt. Für Unbefugte ohne Ticket ist es fast unmöglich, sich Zutritt zu verschaffen.

Kinder zahlen im Zug weniger; in vielen der staatlichen Züge sogar nur die Hälfte, solange sie zwischen drei und 12 Jahren alt sind und unter 150cm groß (!) – einige Stationen haben zum Zwecke des Nachmessens sogar Maßeinheiten auf die Wände gepinselt. Die meisten Inlands-Fluggesellschaften nehmen für unter Zweijährige nur zehn Prozent vom Flugpreis und schenken unter 12-Jährige die Hälfte.

Auch fast alle Busse, Taxis und Boote (“River Boats”) eignen sich problemlos für den Transport im Familienurlaub in Thailand. Allerdings, es sei nochmal gesagt: Kindersitze gibt es in Autos so gut wie keine. Kleine Kinder müssen also auf dem Schoß mitfahren.

Die offenen, allgegenwärtigen Tuk Tuks sind eine Welt für sich. Ich persönlich liebe sie und fahre mit meinem Sohn gerne eine Runde, solange es sich nur um eine Fahrt innerhalb einer Gegend mit kleineren Straßen handelt. Auf einer großen Hauptstraße in der Stadt oder außerhalb fühlt es sich für mich zu unsicher an. Aber wie man sieht, denken thailändische Kinder darüber völlig anders… hier muss wohl jeder nach seinem Bauchgefühl entscheiden.

Mehr Details zum Transport in Thailand haben wir an anderer Stelle ausführlich besprochen (Link).

Tipps für ein stressfreies Reisen

Sind die mitreisenden Kinder älter, dann können sie ruhig in die Reiseplanung der Familien Reise nach Thailand involviert werden. Stellen Sie ihnen die verschiedenen Ausflugsziele vor Ort in Thailand vor und lassen Sie sie mit entscheiden. Vor Ort können sie selber Aufgaben übernehmen, die Karte lesen, nach dem Weg fragen, das Restaurant aussuchen. Natürlich sollen sie dabei nicht die volle Verantwortung übernehmen oder sich unter Druck fühlen sondern das Gefühl haben, aktiv an der Urlaubsgestaltung mitzuwirken. Erinnert man sie in stressige Minuten daran, kann das wahre Wunder wirken – und immer wieder wohltuend ablenken.

Einen Urlaub mit Kindern in Thailand würde ich immer mit einem Besuch in Bangkok ausklingen lassen, statt von dort aus zu starten. Die Stadt bietet einfach ein derart fremdes Universum an Sinneseindrücken, dass vor allem Kinder zwischen vier und acht damit leicht überfordert sein können. Wenn ich merke, dass es für sie zu viel wird, machen wir einen Ausflug an einen Ort, der ihnen von Zuhause vertraut vorkommt, etwas das Science Museum oder die Siam Ocean World.

Natürlich erscheint mir das selbst ein wenig seltsam – schließlich haben wir auch daheim tolle Aquarien. Doch für die Kiddies bedeutet es Action, ohne das ihr Gehirn ständig mit Einordnen und Abspeichern beansprucht wird.

Generell nehme ich mir in Thailands Städten immer nur ein großes Ziel pro Tag vor und lasse drumherum genug Zeit, um einfach nur durch die Gegend zu treiben, kleine Entdeckungen zu machen und über das Gesehene in Ruhe zu reden. Generell würde ich beim ersten Besuch maximal drei Ortswechsel in vierzehn Tagen veranschlagen.

Werden Kinder unterwegs mäkelig, kann das sowohl an Überhitzung als auch an Dehydrierung liegen. Alle Malls und viele Restaurants verfügen über Klimaanlagen. Auch wer die großen Einkaufszentren nicht mag oder gerade kein ganzes Menu verspeisen mag: Ein kurzer Ausflug ins Kühle wirkt wahre Wunder! Aufgrund der Schwüle vergisst man hin und wider zu trinken; dann tut eine Pause gut. Das Wasser sollte nicht eiskalt sein, denn dann trinken die Kinder weniger davon.

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