Golfen in Thailand: Alle Infos und Insidertipps

Golf spielen hat in Thailand fast so einen guten Ruf wie das Thai Boxen. Zwar ist Golfen in Thailand noch nicht ganz zum Volkssport geworden, aber das Land des Lächelns nennt inzwischen mehr als 280 ausgezeichnet geführte Golfplätze sein eigen. 200 davon erfüllen Turnier-Maßstäbe und bieten eine Umgebung, die sich mit allen führenden Greens weltweit problemlos messen kann. Kein Wunder, denn entworfen, mitentwickelt und ausgeführt wurden die Plätze von namhaften und erfahrenen Designern und Architekten wie Nick Faldo, Jack Nicklaus, Greg Norman, Gary Player, Jack Nicklaus, Seve Ballesteros, Pete Dye oder Robert Trent Jones.

Inzwischen reisen jährlich etwa 400.000 Golf-Liebhaber aus allen Ecken des Globus nach Thailand, um dort Golf zu spielen und ihre Lieblingssportart gleichzeitig mit einer einzigartigen Reise in ein exotisches Land zu kombinieren.

 Golfen in Phuket unter Palmen

Golfen direkt unter Palmen – wie hier auf Phuket

Thailand

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Diese Faktoren haben Thailand den Ruf der Golf-Metropole Asiens eingebracht. In diese Liebeserklärung spielen viele Faktoren hinein: das warme, ausgeglichene Wetter (mehr zur Reisezeit weiter unten), eine ausladend tropische Landschaft mit interessanten topographischen Merkmalen, die alle Golfplätze in Thailand jeweils ganz einzigartig machen (vor allem im Norden des Landes bieten die wellig-hügeligen Erdformationen ideale, natürliche Voraussetzungen) und eine herausragende Gastfreundschaft.

Anders als manch anderen Sportarten, die erst in den letzten zwanzig Jahren in Thailand Fuß gefasst haben, hat Golfen in Thailand Tradition. 1924 öffnete in Hua Hin der erste Goldplatz Thailands, gebaut von enthusiastischen, schottischen Eisenbahn-Ingenieuren. Versehen mit dem königlichen Gütesiegel, gibt es diesen Course bis heute direkt im Zentrum der Stadt neben dem ebenfalls berühmt gewordenen Bahnhof. Er ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen mit seinen recht grob angelegten, harten Fairways und etwas wogendem Grün, aber immer noch einen Abstecher wert. Und schließlich gibt es inzwischen allein im Umkreis von 30 Kilometern um Hua Hin neun wunderschöne, moderne Golfplätze!

Inzwischen stammen mehr und mehr Golf-Profis aus Thailand. Das Land selbst ist Gastgeber internationaler Tournaments und Profi-Tuniere und investiert viel Geld in den Aufbau und die Instandsetzung seiner Courses, um Golfspieler aus aller Welt nach Thailand zu locken.

Übrigens braucht es keine explizite Golfreise nach Thailand, um die eine oder andere Runde zu spielen. In der Nähe aller großen Städte und Badeorte und über das ganze Land verteilt, warten ausreichend thailändische Golfplätze, die auch von Gästen bespielt werden dürfen. Ob nahe Bangkok, auf Phuket, bei Pattaya oder Hua Hin, Chiang Mai, Chiang Rai oder Koh Samui, überall finden Golfspieler in Thailand exzellent ausgestattete, gepflegte und auf internationale Ansprüche ausgerichtete Greens, einladende Clubhäuser und eingespielte Caddies. Fast alle Plätze sind infrastrukturell sehr gut angebunden und deshalb exzellent zu erreichen.

Wer überraschend Lust oder Zeit auf ein paar Runden hat und nun ohne Ausrüstung dasteht: Kein Problem! So gut wie alle größeren Golfplätze in Thailand bieten Leihschläger für um die 500 Baht für das ganze Set mit Tasche an. Bälle und Bekleidung inklusive Handschuhe und sogar Schuhe (allerdings seltener in europäischen, großen Größen) lassen sich in den Pro-Shops vor Ort erwerben.

Herausfordernde Konturen, aber von Ronald M. Garl wunderschön gestaltet: Alpine Golf Club bei Bangkok

Die meisten Golfliebhaber sind bei ihrem ersten Golfurlaub in Thailand erstaunt über die Qualität der Greens, ihren exzellenten Zustand, den gepflegten Golfrasen und die durchgängig gute Geschwindigkeit. Dazu kommt die malerische Perspektive, die fast jeder Golfplatz in Thailand von Loch zu Loch aufs Neue bietet. Auch wird den Greens in Thailand so viel Platz gewidmet, dass so gut wie alle Golfplätze in Thailand 18-Löcher bieten, manche sogar 27 Spielbahnen.

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum Golfer nach Thailand kommen, und zwar immer wieder Jahr um Jahr.

Da ist ebenso das erstaunlich günstige Preis-Leistungs-Verhältnis. Schon die Greenfees sind sehr moderat. Sie orientieren sich am Wochentag und an der Länge der Golfbahnen – 18 Löcher sind naturgemäß günstiger als 27. Am günstigsten kommt das Golfen in Thailand an regulären Arbeitstagen. Grundsätzlich variieren die Preise zwischen 800 (sehr selten günstiger) und 5.000 Baht. Gezahlt wird nach der Ankunft an der Rezeption, meist problemlos auch mit Kreditkarte.

Noch etwas zeichnet Thailands Golf-Politik aus: Kein Mensch fragt einen nach dem Heimatclub, irgendwelchen Club-Cards oder Handicap-Nachweisen. Allerdings gibt es in einer zunehmenden Anzahl an Golfclubs in Thailand eine Cart-Pflicht. Golf Carts kosten zwischen 500 und 800 Baht. Meist ist nur ein Passagier plus fahrendem Caddie erlaubt (natürlich kann man das Cart auch selbst steuern).

Pakasai Country Club Krabi

Pakasai Country Club, Krabi

Doch auch die Benutzung der Golfanlagen, eventuelle Ausleihgebühren für Schläger, die Caddies und die Carts zusammengenommen, ist Golfen in Thailand ein unschlagbar preiswertes Vergnügen. Hinzu kommt, dass die Übernachtungskosten in den außergewöhnlich schönen, oft traditionell exotisch gestalteten Hotels, das einzigartige und völlig zu Recht weltberühmte Thai Food, die Einkaufserlebnisse in Shoppingzentren und auf Märkten und natürlich das Nachtleben auch bei gehobenen Ansprüchen niemals überteuert sind.

Selbst wer mit kleinem Budget unterwegs ist, wird in Thailand beim Golfen glücklich. Denn vor allem die Übernachtungsmöglichkeiten, ob nun Top-Resort oder direkt am Golf-Club (viele Golfplätze bieten inzwischen Übernachtungspakete auf dem eigenen Grund an) oder aber kleinerer Bungalow am Strand, sind immer erschwinglich. Ähnliches gilt fürs Essen: Ob Luxusrestaurant oder Garküche, die thailändische Küche enttäuscht nie – und das oft zu Preisen, für die daheim gerade mal ein Milchkaffee drin wäre.

Alles zusammengefasst, ist wohl nirgendwo sonst auf der Welt eine Luxus-Golfreise so budget-freundlich wie in Thailand.

Lotus Valley Golf Club
Ebenfalls überzeugen kann das Klima. In den richtigen Monaten scheint es wie von der Natur erschaffen, um Golfer in Thailand glücklich zu machen. In der trockenen, frühlingshaften Zeit von November bis Februar scheint die Sonne zuverlässig ununterbrochen, ist aber auch begleitet von einer leichten Brise – ideal für den Golfurlaub in Thailand. Auch danach, in den heißeren Tagen des Sommers, lässt es sich immer noch gut spielen. Ein besonderer Geheimtipp aber ist die „grüne Saison“, normalerweise unter Urlaubern als gefürchtete Regensaison bekannt – doch mehr dazu ein wenig später.

Thailand

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In Thailand besonders beeindruckend: Die Vielfalt der Platz-Profile

Siam Country Club

Siam Country Club

Golf-Fans werden schnell feststellen, dass sie ihrem Hobby in wenig Ländern so abwechslungsreich nachgehen können wie in Thailand. Die Golfplätze allein unterscheiden sich schon aufs Spannendste: Von Old-School-Plätzen wie dem bereits erwähnten, mehr als hundert Jahre alten Royal Hua Hin bis zum ultra-modernen Siam Country Club mit den innovativsten Graszüchtungen und flashigen Bunkern ist die gesamte Bandbreite des Golfplatz-Designs vertreten. Wer es gerne ruhig und beschaulich hat, findet genauso abgelegene Courses wie Spieler mit Vorliebe fürs Urbane, die in Bangkok sogar genau zwischen zwei Startbahnen des Flughafens abstoßen können.

 Khao Yai

Khao Yai

Auch geographisch wird es Thailand für Golfer niemals langweilig – zu breit sind die verschiedenen Golfplätze über das Land verstreut, eingebettet in einzigartige Landschaftspanoramen und oft in der Nähe pulsierender Metropolen wie Bangkok. Auf Berg- und Trekkingliebhaber warten die Berge rund um Chiang Mai und Chiang Rai, die außerdem beide mit einer unendlich reichen Kultur und historischen Anlagen aufwarten. Wenn es mehr zu Meer und Strand zieht, findet auf Phuket und Ko Samui eine Vielzahl herausragender Greens. Pattaya wiederum ist berühmt für sein ausschweifendes Nachtleben und seine Golfplätze. Wer die Ruhe der Natur, Landschaftsschutzgebiete und wilde Tiere erleben möchte, der findet um Khao Yai rauschende Wasserfälle und eine reiche Flora und Fauna… und das sind nur die prominentesten Beispiele für die Vielfalt, die Thailand Golfern neben dem Grün bietet!

Übrigens gibt es für Entdecker, denen Originalität wichtiger ist als die perfekte Infrastruktur, ältere oder etwas abgelegene Golfplätze, die sich dann auch durch günstige Green Fees auszeichnen. Meist gehören diese staatseigenen Institutionen wie eben der Bahn oder Wasserwerken.

Thailands Caddies: Eine Klasse für sich

CaddiesWer vom letzten Golfurlaub in Thailand schwärmt, wird früher oder später auf die thailändischen Caddies zu sprechen kommen. Ihre Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Professionalität sind wirklich einzigartig. Die Caddies kümmern sich in Thailand um Golfer nicht etwa nur auf dem Green. Sie heißen Besucher bei Ankunft persönlich willkommen und führen ihn sie durch die komplette Golferfahrung (dabei in heißen Monaten den obligatorischen Sonnenschirm haltend), begleitet von Erfrischungen und Snacks und den nötigen Erläuterungen des Platzes genau wie den Markierungen für und der Pflege des Balls, den sie bei Verlust auch suchen gehen. Wer sich bei einer Abschlagsentscheidung unsicher ist, den weisen sie freundlich auf platz-typische Optionen hin. Unser Tipp: Auch wenn die vorgeschlagene Route abwegig erscheint, einfach mal ausprobieren!

Die allgegenwärtige Freundlichkeit der Thai, eingebettet in ihre buddhistisch geprägte Kultur, ist hier ebenfalls auf Schritt und Tritt zu spüren. Meist sind die Caddies in Thailand weiblich. Wer auf ein ausgezeichnetes Englisch Wert legt, kann dies vorab im Club anmelden; doch auch bei kleinen Sprachbarrieren kann man sich sicher sein, die nötige Hilfe auf charmante Art angeboten zu bekommen. Nicht wundern: Viele Der Thailänder sprechen das englische ‚r‘ wie ein ‚l‘, das kann beim Wort „right“ schon mal zu Verwirrungen führen. Der thailändische Begriff für links ist „Sai“, für geradeaus „Tong Tong“ und für rechts „Khua“ – wer sich das vorab merkt, kann bei den Caddies deutlich punkten und entlockt ihnen mit Sicherheit ein breites Lächeln!

Summit Windmill Golf Club

Caddie im Summit Windmill Golf Club bei Bangkok

In den meisten Clubs sind begleitende Caddies Pflicht. Sie kosten etwa zehn Dollar, die noch zum Platzpreis hinzu kommen. An den Trinkstationen gehört es zum gute Ton, den Caddie einzuladen. Diese Trinkstationen in Form kleiner Kioske sind in Thailand meist nach jedem dritten Loch stationiert. Man sollte hier unbedingt die Möglichkeit nutzen, viel und über das Durstempfinden hinaus zu trinken, da die Wärme dem Körper auch relativ geringer körperlicher Belastung sehr schnell viel Flüssigkeit entzieht.

Im Anschluss an das Spiel kann und sollte man den Caddies ein Trinkgeld geben, das ebenfalls zwischen zehn und 15 Dollar liegt, je nachdem, wie zufrieden man war – die Caddie Fee übersteigen braucht es jedoch nicht. Ein Wort der Warnung: Wer glaubt, mit seinem Caddie exzessiv flirten zu können und sie im Anschluss noch auf einen Drink einladen zu sollen, irrt sich. Weibliche Caddies in Thailand sehen sich zu Recht als professionelle Angestellte mit wertvoller Ausbildung und erwarten den entsprechenden höflichen Respekt (und nicht mehr).

Die beste Reisezeit für den Golfurlaub in Thailand

Chiang Mai Golfplatz

Dem Green tut die grüne Saison gut: Chiang Mai Highlands Golf & Spa Resort

Viele Golfplätze in Thailand sind sogar ganzjährig bespielbar – welche davon besonders flexibel sind, darauf gehen wir in unseren anderen Beiträgen ein. Gleichzeitig wird die richtige Reisezeit für den Golfurlaub in Thailand nicht nur vom Klima, sondern auch noch von anderen Faktoren bestimmt. Denn wie alle touristischen Aktivitäten hat auch das Golfen in Thailand eine Hoch- und eine Nebensaison. Hiervon ist abhängig, wie voll es auf dem Grün werden kann. Wie schon erwähnt, ist die sogenannte “cool season” zwischen Oktober/ November und Februar mild und sehr sonnig; vor allem aber ist es weniger humide und schwül als im Rest des Jahres. Die leichte Brise und der strahlende Himmel tun das ihrige dazu, dass diese Monate bei weitem die beliebtesten bei Golfern in Thailand sind Will man in dieser Zeit seinen Golfurlaub in Thailand verbringen, muss man früh buchen und bereit sein, den Golfplatz zu teilen.

Im März beginnt dann der thailändische Sommer – und es kann tagsüber bis über 40° Celsius heiß werden. Dabei bleibt es aber trocken. Wer kein Problem damit hat, morgens früh aufzustehen und zu spielen und die zweite Runde dann am Nachmittag anzugehen, mit einer Siesta dazwischen, hat in diesen Monaten gute Karten preiswerter Golfferien in Thailand zu machen.

GewitterAnschließend, von Juni bis September kommt die “grüne Saison”, und das bedeutet Regen. Allerdings regnet es nicht konstant durch, wie viele fälschlich annehmen. Vielmehr kommt das Nass in kurzen Schauern oder seltener Gewittern herunter und hört dann wieder auf, um dem Sonnenschein Platz zu machen. Auch in der grünen Saison kann man also Golfen in Thailand, solange man kein Problem damit hat, zwischendurch (meist nachmittags) mal Regenschutz zu suchen.

Dabei haben die Architekten auf den meisten Plätzen die typisch thailändischen Gegebenheiten bereits berücksichtigt: Die durchdachten Entwässerungs-Systeme der Golfplätze sorgen dafür, dass das Green schnell wieder trocken ist. Meist kann man bereits eine Viertelstunde nach dem letzten Schauer wieder aufs bereits getrocknete Gras – nur in den Bunkern ist dann noch die eine oder andere Pfütze zu sehen. Die Trinkstationen nach jedem 3. oder 4. Loch bieten Unterstände und Gelegenheit, sich das dramatische und oft sehenswerte Wetter-Schauspiel mit einem Drink in der Hand und trockenen Hauptes anzusehen.

Nur im September sollte man auch in Thailand aufs Golfen besser verzichten, denn dann lässt sich auch mit den präzisesten Messdaten nicht mehr vorher sagen, wann der nächste Regenguss kommt. Alles in allem ist die Frage des Wetters beim Golf spielen in Thailand nur eine Sache sorgfältiger Planung beim Buchen der Abschlagszeiten und ein wenig Geduld, wenn man doch mal überrascht wird.

10 Top Tipps fürs Golfen in Thailand

 Toscana Valley Golf Course Khao Yai

Landschaftlich umwerfend und eine spielerische Herausforderung: Toscana Valley Golf Course, Khao Yai

1. Abschlagszeiten vorab buchen und Tees realistisch wählen

Die besonders beliebten Golfclubs in Thailand können vor allem in der Hauptsaison auch an den Wochentagen so beliebt sein, dass eine Startzeit-Reservierung sich in jedem Fall lohnt. Samstags und Sonntags sowie an thailändischen Feiertagen ist die Buchung einer definitiven Abschlagszeit geradezu unerlässlich, will man nicht zu lange warten müssen. Ein Anruf an der Rezeption genügt hierfür. Dabei kann man, eigene Flexibilität vorausgesetzt, auch gleich nach den ruhigen Zeiten im Club fragen (meist haben die Caddies hier den besten Einblick). Oft ist es der Dienstag oder Donnerstag Nachmittag oder der Montag morgen.

So gut wie alle Golfplätze in Thailand bieten verschiedene Abschläge an, manchmal bis zu fünf unterschiedliche Tees. Man sollte die eigene Spielstärke realistisch einschätzen und sich dann unter Umständen beraten lassen. Für die hinteren Abschläge kommen tatsächlich nur einstellige Handicaps in Frage, vor allem auf Greens mit vielen Wasserhindernissen! Hier müssen ab Abschlag oft Entfernungen bis zu 200 Metern zurückgelegt werden, mit breiten Wasserflächen dazwischen.

2. Den Caddies die Diplomatie auf dem Platz überlassen

Die typische, thailändische Höflichkeit wird auch auf den Golfplätzen in Thailand hoch gehalten. Deshalb übernehmen auch die Caddies die Kommunikation auf dem Platz. Sollten rasantere Spielergruppen von hinten nachdrängen, regelt der Caddie die Passage, damit der schnellere Flight durchspielen kann und man selbst in Ruhe zum Abschlag kommt oder noch seinen Ball suchen kann. Interessanterweise gibt es in Thailand wie auch sonst in Asien manchmal Flights von mehr als vier Spielern (die übrigens im Englischen nicht “Flights” heißen, sondern Twoball, Threeball etc. , bzw. Twosome, Thressome etc. im Amerikanischen). Nicht wundern also, wenn man plötzlich auf eine Gruppe mit sechs Spielern, zwölf Caddies und Begleitung trifft!

Das ist zunächst ein ungewohnter Anblick, doch die Caddies sind daran gewöhnt, auch hier einen angenehmen Rhythmus für alle zu ermöglichen. Zwar ist das Durchspielen in Thailand keine gängige Praxis. Will man aber nicht hinter einem solchen Fivesome oder Sixball „gefangen“ sein, sollte man dies dem Caddie leise mitteilen, statt auf die thailändische Spielergruppe direkt einzuwirken. Diese werden dann die “Verhandlungen” übernehmen.

 Amata Spring Country Club

Amata Spring Country Club

3. Yards müssen nicht umgerechnet werden

In Thailand wird die Distanz zum Grün in Yard gemessen; auch die Entfernungpfosten sind in Yard platziert. Normalerweise wäre die entsprechende Umrechnung in Meter ganz einfach – man zieht schlicht 10% von der angegebenen Entfernung ab und kommt bei der europäischen Größe an. Tatsächlich aber hilft es, Yards einfach direkt als Meter zu lesen, ohne weiteren Abzug. Denn die an den meisten Tagen sehr hohe Luftfeuchtigkeit und die Höhe vieler Golfplätze in Thailand (es lohnt, die entsprechende Meereshöhe der Golfplatzanlage vorher zu erfragen) sorgen dafür, dass die meisten Bälle sowieso etwa 10% kürzer fliegen, als man es von Zuhause gewohnt ist! Sagt der Caddie also 150 Yard an, kann man gelassen so spielen, wie man es zu Hause bei 150 Metern tun würde.

4. Geld sparen beim Golfballkauf!

Zunächst: Wer sich fragt, welches der beste Golfball für das Golf spielen in Thailand ist – eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Hinsichtlich der Kompression empfehlen die meisten Thailand-Fans einen Wert unter 100, da die Greens auf thailändischen Golfplätzen generell sehr weich sind, der Golfball leichter anhält und damit weniger Spin notwendig wird; das wiederum gewährleistet eine geringere Abweichung von der gewollten Flugbahn. Wichtig ist aber vor allem, dass der gewählte Ball die „dichtere“ thailändische Luft (aufgrund des hohen Feuchtigkeitsanteils) effektiv und planbar durchschneidet.

Dies vorausgeschickt, kann man bei Golfbällen in Thailand wunderbar sparen. Kurz vor den Eingängen vieler Clubs warten nämlich an kleinen Ständen oder in Shops die sogenannten „Water Balls“ auf budget-bewusste Golfer. Hier verkaufen die in den Clubs tätigen Waterboys diejenigen Golfbälle, die sie in den After-Hours aus den Wasserhindernisse herauf getaucht und gereinigt haben.

Santiburi

Clubeigener Golfball des Santiburi Country Club auf Ko Samui

5. Oft sind die Club-Restaurants echte kulinarische Offenbarungen

Inzwischen bieten die Clubhäuser der meisten Golfplätze in Thailand nicht nur Bars und Pro-Shops, sondern auch erstklassige Restaurants. Da diese auf wohlhabendere und anspruchsvolle Thai ebenso ausgerichtet sind wie auch ausländische Besucher, wird auf die Qualität des Essens ausgesprochen geachtet.

Es lohnt sich also, nach einem beendeten Spiel nicht in die Stadt zurückzukehren, sondern zum Dinner zu bleiben. Vor allem bieten die Clubrestaurants häufig Gourmet-Angebote aus anderen Kulturen, wie etwa japanische, chinesische oder europäische Küche – genau das richtige, wenn man nach einer Woche des leckersten Thai Foods mal wieder Lust auf eine ganz andere Geschmackslandschaft hat.

Banyan Golf Club Hua Hin

Gewählt zum besten Club House Thailands: Banyan Golf Club bei Hua Hin

6. Eine thailändische Spezialität: Das „Call Hole“

Um Staus zu vermeiden, haben einige Golfplätze in Thailand ein einzigartiges Strategie entwickelt, meist an Par 3 Löchern. Wenn hier alle Golfbälle einer Gruppe auf dem Green sind, bittet man den Caddie, diese zu markieren und tritt beiseite, damit die nächste Gruppe ihre Tee-Shots spielen kann. Danach kehrt man aufs Green zurück und beendet das Loch. Ob dieses Vorgehen sinnvoll ist und tatsächlich den Betrieb beschleunigt, darüber streiten sich die Geister. Keinesfalls darum streiten sollte man sich aber, wenn dies auf einem Course von allen praktiziert wird – auch wenn man die Sinnhaftigkeit nicht einsehen kann.

7. Bälle kann man sich auch direkt aus den Wasserhindernissen fischen lassen

 Ayodhya Links Golf Club

Wasserhindernisse an jedem Loch: Ayodhya Links Golf Club

Die bereits erwähnten Water Boys arbeiten nicht nur in den Abendstunden. In einigen Golfplätzen in Thailand sind sie auch tagsüber unterwegs und bieten Golfspielern an, direkt jene Bälle zu fischen, die in den unumgänglichen Wasserhindernissen gelandet sind. Diese Jungs werden auch „Krokodile“ genannt und ihr Angebot meist freundlich angenommen sowie mit einer Gegengabe von etwa einem Euro pro gerettetem Ball belohnt.

8. Achtung vor Schlangen im „Unterholz“

Golfplatz in Pattaya

Siam Country Club Plantation Course in Pattaya

Zwar gibt es in Thailand nicht übermäßig viele Giftschlangen (in unserem Tier-Special über gefährliche Tiere in Thailand gehen wir näher auf das Thema und geeignete Präventions- und Behandlungsmaßnahmen ein), aber manche verirren sich eben doch in das lange Gras auf Thailands Golfplätzen. Landet der Ball also mitten im Rough oder sumpfigen Gelände, sollte man bei der Suchaktion extrem vorsichtig sein – oder den verlorenen Ball eben einfach mal aufgeben.

Alternativ bieten sich auch die Caddies an, den Ball wieder aufzuspüren. Oft sind diese ob ihrer Bekleidung auch besser geschützt. Wenn man es allerdings nicht ganz so genau nehmen braucht, dann sollte man seinem Caddie dies in völlig unübersichtlichem Gelände ebenfalls nicht zumuten.

9. Manchmal sind zwei Caddies kein Luxus

Ist man zum ersten Mal zum Golf spielen in Thailand, sieht man mit Erstaunen gar nicht wenige Spieler, die mit zwei Caddies unterwegs sind. Während dies auf den erste Blick etwas extravagant anmuten mag, hat es im Sommer durchaus seinen Sinn. Während der eine Caddie für die sportlichen Angelegenheiten zuständig ist, hält der andere den Sonnenschirm, reicht Getränke an und kümmert sich um das persönliche Wohlergehen. Dieser kleine Luxus schafft Arbeit für die Angestellten, ist nicht teuer und macht die gesamte Golf-Erfahrung in Thailand um ein einzigartiges Erlebnis reicher. Einfach mal ausprobieren!

10. Mit Kindern ist Golfspielen in Thailand ein Genuss

Während der Nachwuchs in vielen der exklusiven Golf-Clubs der Welt nicht gerade gern gesehen sind, erstreckt sich die berühmte thailändische Kinderfreundlichkeit definitiv auch auf das Green. Diverse Clubs und Veranstalter bieten eigens entwickelte Kinder Golfkurse an – und auch zum Reinschnuppern kann man seinen Nachwuchs problemlos mit aufs Grün nehmen, einigermaßen gutes Benehmen vorausgesetzt.

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