Surfen an der Golfküste von Thailand

Küste am Golf von ThailandPhuket ist als Surfspot inzwischen schon recht etabliert, während der Golf von Thailand selbst für viele erfahrene Surfer mit Südostasien-Erfahrung noch ein weißer Fleck auf der Karte ist. Doch auch wer sich seine Lieblings-Surfspots auf Phuket schon gesichert hat, sollte trotzdem nochmal einen Surf-Urlaub in Thailand an der Golf-Küste einlegen. Die Surfbedingungen hier sind völlig andere als etwa um Phuket herum – ebenso überraschend angenehm, aber mit einem ganz eigenen Feeling. Zusätzlich gibt es hier ein paar absolut einsame Fleckchen, die von Touristen noch fast unberührt geblieben sind.

Entlang der fast 2.000 Kilometer langen Küstenlinie, einschließlich der vielen kleinen Inseln, bieten sich in fast allen Provinzen interessante Wellengebiete an, von Rayong und Trat im Norden bis nach Pattani und Narathiwat im Süden. Doch wer nicht als Backpacker in Thailand unterwegs ist und ganz flexibel den Wellen hinterher reisen kann, sollte sich auf Ko Samui konzentrieren. Ko Samui ist nämlich definitiv das wettermäßig zuverlässigste Surfziel im Golf von Thailand.

Der Golf von Thailand wird von einer virtuellen Grenze durchzogen, die von der Mündung des Mekong Fluss zum Mündungsgebiet des malaysischen Kelantan Flusses südlich der thailändischen Grenze verläuft. Im Süden und Osten des Golfes befindet sich das südchinesische Meer. Dessen Witterungsbedingungen sind entscheidend für die günstige Wellenbildung am Golf.

Ko Phangan

Ko Phangan

Grundsätzlich bietet der Golf das ganze Jahr über Welle. Die nach Süden und Westen blickenden Küsten des östlichen Golfs sind wie große Teile Phukets von Mai bis Oktober den stürmischen Winden des Südost-Monsun ausgeliefert. Da der Golf in Küstennähe aber überall sehr flach verläuft, erreichen die Wellen in diesen Monaten dennoch meist nur Schulterhöhe. Wenn die Windrichtung des Monsun sich im November dreht, entsteht jetzt an den nach Osten gerichteten Küsten des Golfes wiederum auf Schulterhöhe ein manchmal unbeständiger Wellengang. Dann sind die Surf-Spots in den südlichen Provinzen, von Ko Phangan über Samui bis nach Narathiwat tief im Süden die besten Anlaufziele.

Wer sich auf die Suche nach echten, vom offenen Meer her kommenden Ground-Swells machen möchte, ist ab November am besten auf Ko Samui und weiter südlich aufgehoben. Denn dann formieren sich mächtige Wetterzonen in der südchinesischen See und reisen südwärts energisch
Richtung Küste. Diese Tiefdruckgebiete treiben Wellenenergie auf die Ostküste Malaysias zu, die dann um die Südspitze Vietnams in den Golf hineindrängt. Diese Wetterkonstellation produziert die einzigen wirklich nennenswerten Ground-Swells der Region – und die mit Abstand besten Surfwellen.

Surfen vor Rayong

Surfen vor Rayong

Im November sind die Wetterbedingungen allerdings auch am unvorhergesehensten; deshalb sollte man in dieser Region immer ein Auge auf den Wetterbericht haben und bereit sein, flexibel zu reagieren. Der November ist notorisch bekannt für seine tropischen Wirbelstürme, die sogenannten Zyklopen. Sie können kurzzeitig hohe Windstärken erreichen und so die Surfbedingungen,
Wellenhöhen und Wellentypen geradezu von einem Moment auf den nächsten drastisch verändern.

So kann etwa das beschauliche und wunderschöne, weil so gut wie touristisch unentdeckte Songkla an einem Tag mit großen Wellen punkten, während es am nächsten relativ ruhig daliegt und stattdessen Rayong viel attraktiver zum Wellenreiten ist.

Die besten Surf Spots im Golf von Thailand

Chaweng Beach Koh SamuiKo Samui

Wer zum ersten Mal zum Surfen auf Ko Samui ist, sollte sich aufmachen zum Chaweng Beach – es sei denn, man ist gleichzeitig auf der Suche nach Ruhe und idyllischer Strandstille. Der Chaweng Beach ist einer (wenn nicht der) beliebtesten Strände auf der Insel. Deshalb gibt es hier aber auch eine kleine, feine Auswahl an Surf-Shops, Möglichkeiten, Boards zu mieten und Mitsurfer, die schon länger vor Ort sind und die besten Spots kennen.

Wer es nicht ganz so quirlig mag, weicht zum zweitgrößten Strand, dem Lamai Beach, aus. Hier brechen gute, vom Südosten kommende Wellen, wenn man den richtigen Tag erwischt. Auch Choeng Mon, nördlicher gelegen, bietet mit etwas Glück aufgrund seiner Außenriffs schöne hohe Wellen und gleichzeitig eine zurückgezogenere Atmosphäre.

Khanom

Khanom ist ein echtes Juwel der Golfküste. Vor allem die abwechslungsreiche Landschaft besticht durch die Berge, die direkt ins Meer zu wachsen scheinen. Für viele passionierte Surfer, die außerdem eine Leidenschaft für verwunschene, von Kokosnuss-Bäumen gesäumte Buchten, abgeschirmte Täler und phänomenale Sonnenuntergänge mitbringen, ist Khanom einfach die paradiesischste Surf-Location an der Golfküste. Ein wenig erinnert Kanom auch an Samui vor dem großen Ansturm; das dort beheimatete Fischerdörfchen scheint seit Jahrzehnten unverändert.

Größtenteils sind es Thai, die hier ihren Urlaub in den weit verstreut am Strand liegenden Bungalows verbringen und dem für Thailand recht neuen Hobby Surfen nachgehen. Auch die Wasserqualität ist an diesem Strand hervorragend, besser als an den meisten anderen Surfspots in der Region.

Pinker Delfin

Die unglaublichen pinken Delfine von Kanom

Dieses Fleckchen ist absolut empfehlenswert für ein paar Tage ruhigen Strandurlaubs, gern auch mit der Familie. Wer aber Phuket als Sufbasis nicht ganz hinter sich lassen möchte im Surf-Urlaub auf Thailand, kommt einfach auf einen Tagesausflug hierher. Zwar muss man dafür extrem früh aufstehen, um Phuket schon etwa um fünf Uhr morgens zu verlassen – aber dann ist man auch mit etwas Glück gegen halb zehn auf dem Brett.

Ein Geheimtipp ist “The Gravel Pit” am Nordende des Kho Khao Beach mit für diese Gegend manchmal spektakulären Wellen. Keine Sorge, wenn plötzlich die Polizei auftaucht: Sie ist nur neugierig, den all zu viele Surfer gibt es hier einfach noch nicht.

Ein wenig weiter südlich liegt Nai Phlao Beach, eine wunderschöne, helle weiße Sandbucht mit einer ganzen Reihe von Beach-Breaks. Wer sich noch weiter vorwagt, auf und über die Klippen, findet das versteckte Kleinod Tong Yi Beach. Hier gibt es einen sehr empfehlenswerten Campingplatz für Backpacker in Thailand. Wer sich immer schon mal unbeobachtet im Bodysurfen ausprobieren wollte, ist hier an der richtigen Stelle.

Für alle, die das Surf-Event mit echtem Südseefeeling verbinden wollen, ist Tong Ching Beach die perfekte Anlaufstelle. Von den Holzbungalows am Strand ist es nur ein Sprung zum Wellenreiten bei Sonnenaufgang am absolut menschenleeren Strand. Der nahe bei liegende Dschungel bietet den perfekten Kontrast und ist ein spannendes, alternatives Ausflugsziel.

Songkla Songkla

Ein weiterer, absolut Geheimtipp ist Songkla, oder, genauer, der Simila Beach. Ein langer Strand mit weichem Sand wie aus dem Bilderbuch, der von hohen, schattigen Eisenholzbäumen gesäumt wird. Die lang gezogenen, windzerfurchten Wellen scheinen seitwärts entlang des Strands zu rollen und verschaffen interessante Surfmomente. Die besten Peaks finden sich genau vor der hübschen Statue der goldenen Meerjungfrau oder aber bei den exponierten Felsen südlich davon.

Achtung: Hier wie generell an allen guten Surfstränden an der Andamanen-Golfküste gibt es keine Lifeguards, die im Fall des Falles Hilfe leisten können. Vor allem Anfänger sollten deshalb immer darauf achten, in Blickweite anderer Surfer unterwegs zu sein.

PattaniPattani / Narathiwat

Wie das Bein einer enormen Krabbe hat sich in Pattani über Jahrhunderte eine sehr dominante Sandbank heraus geformt, gestaltet vom Nordost-Monsun und den Strömungen des Meeres. Rund um Strand und Sandbank können sich perfekte Wellen aufbauen; die besten davon finden sich in einer schön geschwungenen Bucht namens Laem Pho. Wer gerne ganz alleine surft, hat hier gute Chancen.

Einige der tiefsten Gewässer im Golf erwarten den abenteuerlustigen Surfer um Narathiwat und an den im Meer gelegenen Sandstreifen südlich von Pattani, zu denen man sich hinübersetzen lassen muss.

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