Thailand Surfen

Surfen in Phuket

 Surf Spots auf Phuket

Über eine Auswahl an surf-freundlichen Stränden kann man sich auf Phuket nicht beklagen

Zwar gehört Phuket nicht zu den Top-Surfspots der Welt; erstklassige Wellen sind hier nicht an der Tagesordnung, sondern tun sich nur dem auf, der ein bisschen Geduld und Zeit mitbringt. Dennoch hat das Surfen in Phuket sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Wassersport entwickelt – denn mal abgesehen vom Wellenpotenzial ist Phuket schließlich auch aus tausend anderen Gründen ein fantastisches Reiseziel.

Allerdings wird auf Phuket nur an der Westküste und vor einigen der ihr vorgelagerten Inseln und Riffe gesurft. An der Ostküste sind die meisten Strände von Mongroven überwachsen und von brauchbaren Wellen größtenteils abgeschirmt.

Surfer in Thailand profitieren von viel Platz im Wasser und einer entspannten Atmosphäre untereinander. Denn jedes Jahr entdecken mehr Thai das Surfen als Sport für sich – und Phuket hat sich regional zum beliebtesten Surf-Ziel der Thailänder entwickelt. Und nicht nur das: Phuket ist absolut ideal für Surf-Anfänger und Wiedereinsteiger!

Wer auf Phuket surfe lernen möchte, sollte sich direkt zum Kata Beach begeben. Dort befinden sich nicht nur diverse Strand-Outlets, an denen Surfboards ausgeliehen werden können, sondern auch professionelle Surf-Shops. Surfboards kosten ab 150 Baht pro Stunde und 500 Baht am Tag aufwärts; ab den Wochenpreisen kann man auch zu Handeln versuchen. Privatlehrer kosten ab 800 Baht pro Stunde und 1.600 Baht für zwei Stunden – kein ganz preiswertes Vergnügen, aber für totale Neulinge lohnt sich die Anfangsinvestition auf jeden Fall.

Nautilus Dive School

Auf der ganzen Westhälfte der Insel beginnen Surfshops aus dem Boden zu schießen.

Abhängig ist die Wellenentwicklung auf Phuket von den monsunalen Klimabedingungen. Die optimale Surf-Saison läuft gleichzeitig mit dem Südwest-Monsun zwischen Anfang Mai und Anfang Oktober. Die besten Monate zum Wellenreiten auf Phuket sind meist im Juni und Anfang September. Ende September besteht noch etwa eine 60 % Chance, auf gute Wellen zu treffen. Die ganze Saison ist von durchgehenden auflandigen Winden und häufigem, warmen Regen gekennzeichnet.

Während der touristischen Hochsaison, oder dem Nord-Ost-Monsun zwischen November und April, ist das Wetter zwar trocken und einfach großartig, aber Surfer werden sich schwer tun, auch nur ein Kräuseln im Wasser auszumachen. Im Oktober bestehen nur noch 20 % Chance auf akzeptable Wellen, die sich im November auf 5% reduziert; im Dezember, Januar und Februar müsste man schon sehr viel Glück haben, überhaupt noch aufs Board zu steigen. Im März und April verbessert sich die Situation minimal.

 Surfen auf PhuketDa Nord-Sumatra quasi im Weg liegt, erreicht nur ein winziger Teil der vom über dem Meer sich aufbauenden Wind erzeugten Wellen (dem sogenannten “Ground-Swell”) auch tatsächlich Phuket. 85% aller hier auftretenden Wellen werden von lokalem Winden produziert (dem sogenannten “Wind-Swell”), di unweit der Küste über das Wasser streifen. Die entstehenden Wellen sind weitaus niedriger und bieten Surfern weniger Höhepunkte. Nichtsdestotrotz kann das Surfen auf ihnen ebenfalls Spaß machen – zudem erzeugen sie für Anfänger ideale Wellenformen.

Surfen auf Phuket ist on-shore meist eine eher stürmische Angelegenheit; doch glücklicherweise verfügt Phuket über viele Surf-Spots an Stellen, an denen die Küstenformation einen natürlichen Schutz vor dem Wind bietet.

Ein typischer Wellenzyklus beginnt während der Regenzeit mit einem spürbar herannahenden, konstant zunehmenden Wind, der zunächst relativ niedrige, eher schwache und kurze Wellen produziert. Mit zunehmender Sturmentwicklung intensivieren sich auch Wellenhöhe und Wellenperiode. Gekonnte Surfer genießen es, jetzt ins Wasser zu gehen, da gerade die Unvorhersehbarkeit der Wellenentwicklung eine Herausforderung sein kann.

Doch eigentlich sind es die Wellen, die auftreten, nachdem die Sturmphase abgeklungen hat, die richtig Spaß machen; dann finden Surfer in Phuket gute, saubere, langperiodische Wellengänge vor, die ein paar Tage lang anhalten. Sie klingen zum Ende hin ab, bevor sich, oft fast nahtlos, der nächste Sturm ankündigt.

Das ganze ist nur dann ein Unglück, wenn zwischen den Sturmperioden nicht lange genug Zeit bleibt, um die Wellen zu genießen. Deshalb lohnt es sich in jedem Fall, die Wettervorhersagen in Phuket genau zu studieren, um etwas Planungssicherheit zu haben und unter Umständen ein Alternativprogramm zu planen.

Die durchschnittliche Wellenhöhe auf Phuket bewegt sich zwischen dem Brust- und Kopfbereich. Maximale Wellenkämme erreichen die doppelte Höhe, sind aber eher selten. Unser Tipp: Wer in Phuket eine gute Welle kommen sieht, sollte nicht zögern und keinesfalls auf eine noch bessere warten. Hier gilt, rein ins Vergnügen und nicht zu große Erwartungen hegen!

Im folgenden stellen wir einige der besten Surf-Spots in Phuket mit ihren ganz spezifischen Surf-Bedingungen vor.

Surfen in Phuket

Die besten Surfplätze in Phuket

Nai Harn

 Nai HarnSurfer erwartet in Nai Harn ein relativ kurzes Sandstück am südlichen Zipfel der Insel. Nai Harn ist nicht nur ein toller Surf Spot, sondern auch einer der schönsten Strände der Insel. Er eignet sich deshalb wunderbar für Surfer, die weniger surfbegeisterte Familie oder Freunde dabei haben, welche einfach nur das Strandleben genießen möchten.

Zum Anfang und Ende des Südwest Monsuns verbindet sich ein unmittelbar im Inland gelegener, kleiner See, der Nai Harn Lake (an dessen Ufer sich übrigens eine der entspanntesten Reggae Bars der ganzen Insel befindet) mit dem südlichen Ende der Bucht und bildet eine besonders einladende Sandbank. Der entstehende Beach Break eignet sich perfekt zum Surfen lernen. Ein rechter und linker Peak formiert sich meist genau in der Mitte der Bucht. Die Wellenhöhe liegt zwischen 60 cm und zwei Metern.

Kata Noi

Kata Noi ist eine kleine Bucht im Süden des beliebten Kata Beach. Zu Unrecht wird sie von neuen Surfern in Thailand manchmal außer acht gelassen – denn sie zählt zu den herausragenden Surf-Spots auf Phuket. In Kata Noi kann man beim Surfen in Thailand mit etwas Glück die besten Wellen Phukets erleben. Der Take-Off Spot der Hauptwelle, die von einer steinigen Landzunge am nördlichen Ende abprallt, ist ziemlich eng; es kann dort schon mal etwas gesellig zugehen. An stürmigen Tagen sollten Surfer auf Phuket vorsichtig sein, der Wellengang ist chaotisch mit einem heftigen Rückfluss.

Kata

Kata ist der bei weitem beliebteste Surf-Strand auf Phuket, wahrscheinlich auch, weil Surfer auf Phuket hier am häufigsten und zuverlässigsten optimale Wellenbedingungen vorfinden. Eine breite Auswahl an Surfshops tummelt sich am südlichen Ende des Strandes. Hier steht für jeden Anspruch ein Surfboard zum Mieten und Surfanfänger finden garantiert den passenden Kurs oder Surflehrer. Kata kann recht voll werden, aber da sich die Wellen oft und großzügig den ganzen Küstenabschnitt über verteilen, muss man eigentlich keine Überfüllung fürchten. Dieser Beach Break produziert die größten Wellen ein wenig nördlich des Südendes; die Wellen werden dann zum Norden hin zunehmend niedriger. Die Onshore-Winde können recht ausgeprägt sein, doch das Südende bietet etwas Schutz. Wer sich Wellen ungern mit zu vielen anderen Surfern teilt, wandert 100 Meter nördlich des Main-Breaks; dort sind die Bedingungen meist genauso gut.

Surfen am Strand von Karon Karon

Karon liegt zwischen Kata und Patong und ist einer der längsten Strände Phukets. Nur zum Surfen kommen hier eher selten Surfer her, da die Bucht keinen wirklichen Main Break hat – aber wer gerne mal die Küste abfährt, um möglichst viele Buchten mitzunehmen, sollte auch Karon eine Chance geben. Der Vorteil: Karon ist ein schöner, sauberer Strand, der dennoch recht ruhig geblieben ist und an dem Surfen genauso wie Schwimmen oder Sonnenbaden nie zum Massenevent ausufert. Die meisten Boards werden am südlichsten Ende sowie in der Strandmitte zu Wasser gelassen.

An stürmischen Tage sollten Surfer Kata den Vorzug geben; die Küste liegt dann einfach zu ungeschützt und der Wind kann schrankenlos das Meer aufwühlen. Ist der Wind allerdings eher flach und der Wellengang rund um die Insel eunterdurchschnittlich, ist Karon immer für überraschend spannende Wellen gut, für die andere Strände zu klein oder zu gut geschützt sind. An solch ruhigen Tagen empfiehlt sich die Strandmitte für den Einstieg. Vor allem im nördlichsten Ende des Strandes, der oft gänzlich unbeachtet bleibt, hat man die Wellen oft für sich allein.

Patong

Surfen am Strand von PatongPatong ist der beliebteste Strand für Thailand Besucher auf Phuket – und doch ist es im Wasser relativ leer. Hier kommen mehr Surfer aus Thailand denn woanders her und die Atmosphäre ist sehr herzlich und ungezwungen. Wer auf Entertainment und Party nach dem Surfen wert legt, ist in Patong ebenfalls gut aufgehoben. Auch für Anfänger ist dieser Surf-Spot ideal, Es gibt eine ganze Reihe von Surf-Läden entlang des Strandes, die Bretter ausleihen und Surfunterricht anbieten.

Patong bietet einen Beach-Break mit zum Norden hin kontinuierlich höher werdenden Wellen. Hin und wieder brechen sich an den Felsen am nördlichen Ende auch mal ganz klassische Brecher, die sonst eher untypisch für Phuket sind. Nut bei Ebbe fällt das Surfen so gut wie ganz flach. Am besten erkundigt man sich vorab über die Gezeitenlage. Die beste Surf-Zeit bei Patong ist in den Stunden vor und nach der Flut. Die Wellen können insgesamt etwas unvorhersehbar sein; erwischt man eine gute, nicht lange nachdenken und mitnehmen – immer wenn man denkt, es könnte noch besser kommen, wartet man wahrscheinlich vergeblich. Patong ist auch ein guter Ausweichstrand bei stürmischen Böen.

Surfen am Strand von KalimKalim

Kalim ist eigentlich eine Riff-Fortsetzung vom Patong Beach und extrem felsig. Während es früher noch als Geheimtipp gehandelt wurde, weil hier wenige Schwimmer und Touristen unterwegs waren, ist inzwischen doch recht viel los. Die über die Strandlänge verteilten Take-Off Spots entzerren das Ganze allerdings ausreichend.

Der Take-off ist generell eher langsam, aber die Wellen werden dann unerwartet schnell; an guten Tagen sind Wellenritte von 100 Metern und mehr möglich. Auch Kalim bietet bei Flut die besten Wellen, wenn hier die Unterschiede auch nicht ganz so ausgeprägt sind wie an anderen Stränden Phukets. Bei extremer Ebbe sind Teile des Strandes allerdings sehr flach mit überall aus dem Wasser ragenden Felsbrocken. Diese schützen die Strand allerdings auch gegen zu heftige Windböen. Hier kann man selbst an starken Onshore-Tagen aufs Wasser. Während der Ebbe lässt es sich man wunderbar vom sandigen Streifen südlich des Parkplatzes zum gewünschten Take-off Spot paddeln; das erspart einem den Weg über das steinige Gelände.

Surfen am Strand von KamalaKamala

Kamala ist vielleicht der am besten geschützte Strand auf Phuket. Hierhin kann man sich zurück ziehen, wenn wirklich alle anderen Surf-Spots sturmtechnisch unpassierbar geworden sind. Insgesamt ist Kamal ein sehr friedfertiges Fleckchen, mit seinem Fischerdorf und den bewaldeten Hängen ringsherum ist der Strand sicher einer der schönsten auf ganz Phuket. Auch die Wellen lassen es in dieser Bucht eher langsamer und niedriger angehen – Spaß können Surfer in Kamala aber dennoch haben! Am besten geht man ganz südlich oder nördlich ins Wasser. Übrigens, Kamala ist auch ideal fürs Longboarding.

 Surfing PhuketSurin

Surin ist ein beschaulicher Strand, der sich durch die wohltuende Abwesenheit von zu vielen Hotels und anderen Gebäuden auszeichnet, dafür aber einen kleinen Surf-Club sein eigen nennt. Durch seine schroff und relativ schnell abfallenden Meeresboden liefert Surin wahrscheinlich die mächtigsten Wellen auf Phuket, solange man von diesen Maßstäben überhaupt sprechen kann.

Wenn es stürmisch wird, rollen Wellenberge ziemlich wild den ganzen Strandstreifen hinab und die Strömung wird unberechenbar. Nicht selten sind am Surin Beach schon Touristen ertrunken oder mussten von Surfern gerettet werden. An klaren Tagen allerdings bietet Surin unvergleichlichen Surfspass und ist einer der wenigen Strände in Phuket, an dem auch Profisurfer sich so richtig austoben können. Wer sich wirklich fit fühlt, paddelt an einem böigen Tag ein wenig weiter raus. Raus zu kommen ist zwar meistens eine echte Herausforderung, aber einmal freigepaddelt, erwischt man wilde Ritte auf einigen der solidesten Wellen Phukets.

Nai Yang

Nai Yang ist ein langer Strand an der Grenze zum Nationalpark in der Nähe des Flughafens. Hier kann man noch das “alte” Phuket spüren, mit seiner entspannten Atmosphäre und den Fischern, die ihre Longtail-Boote direkt vom Strand aus ins Wasser lassen. Der perfekte Ort, um mal einen surf-freien Nachmittag einzulegen und einfach ein Essen an einem der ausgezeichneten Strandrestaurants zu genießen.

Aber natürlich lädt Nai Yang auch zum Surfen ein. Hier brechen Felsen, Korallenbänke und Riffe die Wellen, was sie auf Phuket fast einzigartig, aber auch recht schwierig zu bezwingen macht. Als Anfänger sollte man mit dem Surfen vielleicht nicht bei Nai Yang einsteigen.

Am besten macht man sich mit dem Surfing-Gear erst nach Nai Yang auf, wenn auch an anderen Surf-Spots ideale Bedingungen bei leichtem Wind und gutem Wellengang herrschen. Außerdem darf man sich nicht täuschen lassen: Surfbare Wellen sind weiter draußen, als es optisch den Anschein hat. Bei Ebbe kann man sich ihnen gut über die dann begehbare Sandbank nähern. Bei Flut aber erwartet den Surfer auf Phuket an diesem Strand ein Weg von einem halben Kilometer und mehr.

Und wer mal was anderes ausprobieren möchte….

Wenn die Hochsaison fürs Surfen auf Phuket zu Ende geht, gibt es für Surf-Liebhaber immer noch spannende Alternativen, allen voran das Flowboarding, Wakeboarding und Kitesurfing, für die exzellente Bedingungen auf der Insel herrschen.

Flowboarding am Surf House in Kata

Surf House Kata BeachWenn die Wellen außer Reichweite sind (und, zugegeben, manchmal hat man auf Phuket einfach ein paar Tage lang kein Glück), dann ist das relativ neue Surf House Phuket der perfekte Ort, um neue Moves auszuprobieren und sich bei relaxter Musik und international inspirierter Kulinarik mal dem Phuket Lifestyle zu überlassen. Hier macht Zuschauen nämlich genauso viel Spaß wie selber aufs Brett steigen – und garantiert lernt man hier neue Leute kennen, mit denen es dann an besseren Tagen ab aufs Meer geht.

Das Surf House Phuket befindet sich direkt am wunderschönen Kata Beach, so dass man beim Surfen der einstellbar perfekten Welle gleichzeitig die „original“ Strandatmosphäre genießen kann.

Mit der Eröffnung des Surf House Phuket am Kata Beach im Januar 2013 machte die allererste Flowboard-Location auf Phuket auf – erstaunlich eigentlich, denn das Problem der etwas unvorhersehbare Surfqualität an den meisten Stränden auf Phuket ist eigentlich nichts Neues. In jedem Fall sind Surf-Freuden jetzt auch außerhalb der Kernzeit während des Südwest-Monsuns in den Monaten Mai bis Oktober möglich. Das Surf House Phuket hat nämlich ganzjährig Surf House Phuket geöffnet. Der Preis beträgt 800 Baht pro Stunde, 2.000 Baht für drei Stunden oder 6.500 Baht für einen ganzen Tag, plus eine erste Anmeldegebühr von 200 Baht. Mitgliedschaften sind ebenfalls verfügbar.

Und wie funktioniert’s technisch? Im Endeffekt ziemlich simpel: Ein großes blaues, planen-artiges Material wird in einem bestimmten Winkel mit Wasser überströmt, so dass Surfern eine kontinuierliche “Welle” zur Verfügung steht.

Die Atmosphäre hier ist lebendig und tatsächlich scheint jeder Spaß zu haben. Nur allzu schüchtern sollte man nicht sein, denn das zweistöckige Restaurant und die Bar sind so ausgerichtet, dass jeder einen vollen Überblick über die Action auf dem Wasser hat. Im Surf House finden zudem regelmäßig wöchentliche Themenabende statt, darunter die gut besuchte Ladies-Night am Freitag, wo das Surfen für Frauen kostenlos ist. Eine gute Gelegenheit, andere surf-begeisterte Urlauberinnen kennenzulernen, die sich ansonsten etwas rarer machen.

Kitesurfing auf Phuket

Im Gegensatz zum regulären Surfen sind die Bedingungen zum Kitesurfen auf Phuket das ganze Jahr über ideal – Windgegebenheiten und Temperatur sind einfach perfekt geeignet für diesen Sport, der deshalb auf Phuket auch immer beliebter wird. Wer immer schon mal Kitesurfen lernen wollten, hier ist die optimale Gelegenheit. An so gut wie jedem Strand, der flaches, ruhiges Wasser bietet und sich möglichst weit zum Meer hin öffnet, finden sich auch Shops und Lehrer mit Ausrüstung und Kursangeboten.

Chalong Beach

Chalong Beach

Auch wenn man grundsätzlich auf der ganzen Insel kiten kann, haben sich pro Saison doch Lieblingsplätze für Lehrer und Profis herausgebildet. Von November bis März kommt der Wind aus dem Nordosten. Die Luftfeuchtigkeit nimmt ab und es ist insgesamt weniger tropisch-schül. In diesen Monaten findet man viele Kitesurfer im Südosten Phukets, zum Beispiel in den Buchten von Chalong, vor allem dem Friendship Beach.

Die nördlich von Rawai gelegene Chalong Bucht hat mehrere Vorteile. Sie hat ziemlich schmale Strände mit deutlich flachem Wasser, das deshalb auch nicht so glasklar und tropisch schillernd ist wie an vielen anderen (Bade-) Stränden Phukets. Deshalb ist Chalong für Schwimmbegeisterte auch wenig attraktiv und man hat hier viel “Auslaufmöglichkeiten”, ohne über sonnenbadende Urlauber zu stolpern. Dafür gibt es eine beeindruckende Auswahl an sehr guten Seafood Restaurants, die von den ankommenden Bootsbesitzern frequentiert werden. Vom Pier in der Chalong Bucht kann man ausgezeichnet Tauchausflüge unternehmen oder sich per Speedboot nach Phi Phi, Coral Island oder Racha Yai bringen lassen.

Als Friendship Beach wird der südlichste Strandabschnitt in Chalong bezeichnet. Auch hier ist das Wasser flach und der tatsächliche Strandstreifen recht schmal. Das namengebende Friendship Beach Resort und die Bars gegenüber des kleinen Hafens sind beliebte Sammelpunkte für deutsche Ex-Pats. Wer sich mal mit jemand unterhalten will, der langfristig nach Thailand ausgewandert ist, wird hier schnell Ansprechpartner finden. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Resort findet sich eine gute Kitesurfschule.

Nay Yang Beach

Nay Yang Beach

Kommt der April, und das Wetter dreht sich auf Phuket, ändern sich auf die Kiting-Spots. Zwischen April und Oktober wandern Kite-Profis in den Nordosten der Insel, meist an den Nai Yang Beach, aber auch an die Westküste Phukets, dort vor allem an den Layan Beach.

An den beiden Letzteren findet man auch diejenigen unter den Profis, die schon fast akrobatische Stunts performen – ein Fest für die Augen, auch wenn man Kitesurfing auf Phuket selbst noch nicht ausprobieren möchte.

Kitesurfing auf Phuket – optimale Bedingungen für Anfänger

Wer mit dem Kitesurfen auf Phuket beginnen möchte, dem seien die Monate zwischen Juni und September (Südost-Monsun) oder zwischen November und Februar (Nordost-Monsun) empfohlen. In beiden Perioden bläst der Wind mit etwa 12 bis 18 Knoten, manchmal auch mehr. Ein wenig hängt der Reisezeitpunkt auch ab vom Budget und der eigenen Wetter-Resilienz. Die Hochsaison läuft von Ende November bis Ende Februar; dann erwarten den Urlauber auf Phuket fast überall blauer Himmel, ein ziemlich ruhiges Meer und so gut wie kein Regen. In der Nebensaison ab Juni ist mit kurzen Regenschauern und ziemlicher Hitze zu rechnen; dafür sind die Hotels preiswert, die Strände leerer und auch die Kurse durch niedrigere Teilnehmerzahlen viel intensiver.

Für Kite-Anfänger ist der Südosten Phukets ideal. Dort läuft der Strand langgezogen ins deshalb flache Wasser und die Winde sind sanft und gut vorhersehbar. Generell bieten sich aber auch hier Chalong Bay, Nai Yang Beach, Rawai Beach und Layan Bay an.

Rawai Beach

Rawai Beach

Gute Kiteboarding Schulen auf Phuket erkennt man an einer Reihe von Kriterien. Wer sich nicht den Luxus einer exklusiven Solo-Einführung gönnen möchte, sollte immer fragen wie viele Schüler auf einen Lehrer kommen. Mehr als zwei sollten es nämlich während des praktischen Kite-Unterrichts nicht sein. Wichtig ist auch, ob die Lehrer selber extensiv trainiert haben und zertifiziert sind, etwa mit der “International Kiteboarding Certification” (IKO). Natürlich gibt es auch ausgezeichnete Lehrer auf Phuket, die eine solche Lizenz nicht erworben haben; in diesem Fall sollten sie aber immerhin jahrelange Erfahrung nachweisen können und bei einer der renommierten Kite-Schulen angestellt sein.

Die meisten Schulen bieten einen eintägigen Einführungskurs an, der um die 4.000 Baht (ca. 100 Euro) kosten wird. Privatstunden summieren sich auf etwa 6.000 Baht, können dafür aber sehr effektiv und zeitsparend sein. Für einen dreitägigen Kurs, den die meisten Schulen für Anfänger ebenfalls anbieten, muss man mit 11.000 Baht aufwärts rechnen; privat kostet dieser etwa 17.000 Baht. Besonders praktisch sind die inzwischen häufig verwendeten Funkhelme, durch die man mit dem Lehrer auch unterwegs in ständigem Kontakt stehen kann. Einfach nachfragen, ob die Schule der Wahl diese anbietet! Manche Schulen verfügen sogar über einen eigenen Strandabschnitt und bieten Unterkünfte an.

Das notwendige Equipment sollte immer schon im Kurspreis enthalten sein. Dazu gehört das Board, der Kite, die Lines und Harness. Natürlich können erfahrene Kitesurfer oder solche, die es nach dem ersten Kurs auf eigene Faust versuchen wollen, sich das Equipment auch gesondert ausleihen. Leihkosten für ein vollständiges Set können schon mal bei 4.000 Baht am Tag liegen. Wer also häufiger kiten will, sollte über einen Kauf nachdenken.

Die folgenden, auf Phuket operierenden Kite-Schulen erfüllen alle oben genannten Kriterien.

Kiteboarding Asia Kiteboarding Asia (www.kiteboardingasia.com) betreibt mehr als 15 Kite-Schulen über ganz Thailand verteilt; neben Phuket finden sich Ableger auch in Hua Hin, Samui, Pattaya, Pranburi, Chumpon und Phangan. Die Schule hat mehr als elf Jahre Erfahrung und alle ihre Lehrer können ein Zertifikat vorweisen. Ihr Equipment ist Top in Schuss und wird häufig ausgetauscht. KBA legt Wert darauf, die Ausrüstung den individuellen Windbedingungen anzupassen. Die Kurse sind so angelegt, dass die Schüler danach selbstständig und ohne weitere Hilfe auf Phuket kitesurfen können. Sie bestehen aus maximal zwei Schülern pro Lehrer.

Kite Zone Phuket Kite Zone Phuket (www.kitesurfingphuket.com) bietet zwischen April und Oktober Kurse am Nai Yang Beach und zwischen November und März am Friendship Beach in der Chalong Bay an. Die Schule hat seit 2008 durchgehend (und zwar an jedem Tag des Jahres) offen. Alle Lehrer sind IKO zertifiziert. Kite Zone nutzt nur eine Marke, nämlich Ozone, und zwar jeweils die Kites der gängigen Saison. In der Chalong Bucht ist die Schule etwas versteckt – ein wenig Suchen lohnt sich aber! Auch perfekt für Kiter, deren Skillz ein wenig verstaubt sind und die mit dem richtigen Lehrer wieder zur alten Form zurückfinden möchten. Kite Zone unterrichtet ebenfalls mit maximal zwei Schülern pro Lehrer und nutzt Funkhelme.

Wakeboarden auf Phuket

WakeboardKlar, die meisten Wassersport-Aktivitäten in Phuket finden auf dem Meer statt, aber einige spannende Alternativen hat auch das Landesinnere zu bieten. Überraschenderweise kann sich selbst im paradiesischen Phuket nach ein paar Tagen eine gewisse Meeresmüdigkeit einstellen – und was wäre da besser als Abwechslung geeignet denn das Ausprobieren einer ganz neuen Wassersportart auf einem der im Inland liegenden, absolut idyllischen Seen?

Wakeboarding ist eine schnittigere und Action geladene Variante des altbekannten Wasserski. Das benutzte Brett wird unter die Füße geschnallt und der Wakeboarder anschließend per Motorboot oder Wasserskilift über die Wasseroberfläche gezogen. Wakeboarden in Phuket macht einen Riesenspaß und man hat es es schneller gelernt als gedacht.

Aber Achtung: Wakeboarden auf Phuket ist anstrengender, als es auf den ersten Blick aussieht. Beim ersten Mal sollte man sich nicht zu viel vornehmen – eine Stunden Intensiv-Unterricht reicht für den ersten Tag vollkommen aus. Danach macht sich eine entspannende Thai-Massage gut, denn die Haltung auf dem Board ist für den Körper anfangs etwas ungewohnt.

Phuket hat inzwischen zwei Wakeboarden-Zentren zu bieten, die beide sehens- und erlebenswert sind.

Phuket Wake Park

 Kathu Wasserfall

Die perfekte Ergänzung zum Wakeboarden in Phuket: Ein Bad im nahegelegenen Kathu Wasserfall

Phuket Wake Park ist ein Kabel-Ski-Betrieb auf einem See in der Nähe des ebenfalls sehr sehenswerten Kathu Wasserfalls zwischen Phuket Town und Patong. Der Park ist schon seit vielen Jahren im Betrieb und wird konstant erweitert, neuerdings mit einer Reihe von Hindernissen entlang der ganzen Strecke für fortgeschrittene Boarder.

Wakeboarden in Phuket ist zugegebenermaßen nicht ganz preiswert. Die Preise liegen im Phuket Wake Park bei 900 Baht für zwei Stunden, 1.200 Baht für vier Stunden oder 1.500 Baht für einen ganzen Tag, einschließlich der Vermietung eines Wake Boards, Helms und der obligatorischen Schwimmweste. Ermäßigte Preise sind für den frühen Morgen oder Abend erhältlich – es lohnt sich also früh aufzustehen oder einen Tag Sightseeing im Inland hier „ausklingen“ zu lassen. Mitgliedschaften gibt es ebenfalls, und zwar auf wöchentlicher, monatlicher oder jährlicher Basis. Wer also länger bleibt und seine neue Leidenschaft im Wakeboarden auf Phuket gefunden hat, sollte sich nach diesen Special Deals erkundigen.

Phuket Wake Park wird allen Anforderungen und Wakeboard-Leveln gerecht. Anfängern werden Einführungskurse und Einzelunterricht angeboten. Zusätzlich zu einem Geschäft, in dem Ausrüstung gekauft oder ausgeliehen werden kann, bietet der Phuket Wake Park ein Restaurant und viele Sitzplätze mit bester Aussicht, um die Action auf dem See beobachten zu können. Wer direkt anbei übernachten möchte, der Park verfügt über 26 Hotelzimmer, mit Preisen ab 1.190 Baht pro Nacht für ein Standard-Zimmer.

Anthem Wake Park

Anthem Wake ParkAnthem Wake ParkAnthem ist ein ziemlich neuer Wakeboarding Park. Eröffnet im Januar 2013, auf einem See in Cherng Talay, arbeitet dieser Wakeboarding-Park mit zwei Kabelsystemen, die im Uhrzeigersinn laufen. Er verfügt über ein 200 Meter langes Kabel mit Hindernissen für erfahrene Wakeboarder und über ein 160 Meter langes Kabel für Anfänger und Kinder.

Nutzer-Pässe kosten 800 Baht für zwei Stunden, 1.200 Baht für vier Stunden und 1.500 Baht für einen ganzen Tag. Ermäßigungen sind für Kinder unter 12 Jahren zu haben. Übrigens: Auch wenn es riskant aussieht, Wakeboarding ist durchaus ein Spaß für die ganze Familie und einen gemeinsamen Tagesausflug wert, denn natürlich bekommen die Kleinen Schwimmwesten und dürfen sich ganz langsam an das Wakeboarden in Phuket heran tasten. Der Anthem Wake Park bietet auch saisonale Pässe ab 6.500 Baht für eine Woche und 20.000 Baht für einen Monat an; eine jährliche Mitgliedschaft ist ebenfalls im Angebot.
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Anthem verfügt außerdem über ein Restaurant sowie einen Wake-Shop für Ausrüstungen. Übernachten kann man hier ebenfalls.

Phuket Reiseangebote

Alle Reisen können individuell auf ihre Wünsche angepasst werden

Thailand Reisen - Reiseservice Tel.: 0991 / 29 67 67 772 Mo – Fr 08:00 – 22:00 Samstag 09:00 – 22:00 Sonntag/Feiertag 11:00 – 22:00 Kostenloser Rückruf-Service