Zehn Tempel in Bangkok

…die Sie gesehen haben sollten

Die thailändische Hauptstadt Bangkok ist mit über 400 Wats – den buddhistischen Tempelanlagen – eines der wichtigsten religiösen und kulturellen Zentren in ganz Südostasien. Und natürlich stellt sich bei einem Besuch in der quirligen Metropole die Frage: welche Tempel möchten Sie besuchen? Die „drei Klassiker“ Wat Pho, Wat Arun und Wat Pra Kaew, die zum „Standard-Programm“ einer jeden Stadtführung gelten?

Klar, die drei lohnen sich – aber die Auswahl ist noch so viel größer! Wir wollen Ihnen heute sowohl die Klassiker als auch einige nicht ganz so bekannte Tempel vorstellen – aber jeder einzelne ist faszinierender als der nächste!

Wat Arun – Der Tempel der Morgenröte

Wat Arun bei Nacht

Wat Arun – Der Tempel der Morgenröte

Wat Arun verfügt mittlerweile über Kultstatus und ist – vor allem in seiner beleuchteten Version nachts – auf unzähligen Postkarten, Postern und mehr zu bestaunen. Wat Arun Ratchawararam Ratchawararamawihan, wie der Tempel mit vollem Namen heißt, liegt auf der Thonburi-Seite von Bangkok an den Ufern des Chao Phraya. Wat Pho und der große Palast liegen fast genau auf der gegenüberliegenden Seite.

Hauptmerkmal des Tempels ist der riesige „Prang“, ein Turm im Khmer-Stil, der von vier etwas kleineren Türmen umgeben ist. Und obwohl der den Beinamen Tempel der Morgenröte trägt, ist er doch am schönsten, wenn gerade die Sonne untergeht. Wenn Sie fit sind und nicht unter Höhenangst leiden, erklimmen Sie einen der Balkone und genießen die Aussicht von hier oben!

Wat Pho – Der Tempel des liegenden Buddha

Direkt südlich des großen Königspalastes liegt Wat Pho, ein königlicher Tempel Erster Klasse in der historischen Altstadt Bangkoks. Die Hauptattraktion des Tempels ist die 43 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete Statue eines liegenden Buddhas – aber es gibt noch mehr zu sehen. Über 1.000 kleinere Buddhastatuen und 91 Chedis garantieren, dass Sie hier einiges zu bestaunen haben.

Bekannt ist auch die Massageschule des Wat Pho, die seit Generationen die traditionelle Lehre und Kunst der Thai-Massage vermittelt – und falls Sie etwas Zeit und Interesse haben, können Sie es ja vielleicht sogar selbst erlernen?

Wat Phra Kaew – Der Tempel des Smaragd-Buddha

Innerhalb des Geländes des Königspalasts liegt Wat Phra Kaew, der wichtigste und meistbesuchte Tempel Bangkoks. Seinen Beinanen verdankt er einer gerade einmal 66 cm hohen Buddha-Statue aus purer Jade, um die sich zahlreiche Legenden ranken.

Aber nehmen Sie sich ruhig die Zeit, den Tempel näher zu erkunden, denn er ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend – besonders die 2 km lange Galerie, die über und über mit Wandmalereien aus verschiedenen Epochen bedeckt ist.

Die Phra Sri Rattana Chedi ist sogar so berühmt, dass sie auf der 1-Baht Münze verewigt wurde.

Loha Prasat – das Metallschloss

Auf dem Gelände des Wat Ratchanaddaram liegt Loha Prasat oder auch das Metallschloss genannt, und in der Menge an vergoldeten Tempeln sticht dieser aufgrund seiner uniquen Architektur ganz besonders hervor.

Der 36 m hohe Tempel erinnert an eine Pyramide, doch es sind die 37 metallenen Chedis, die ihm zu seinem Beinamen verhalfen. Über eine Wendeltreppe können Sie bis ins oberste Stockwerk klettern.

Wat Mahatat – das Zentrum des Buddhismus

Mit seiner günstigen Lage zwischen Grand- und Royal Palace ist Wat Mahatat Yuwarajarangsarit Rajaworamahavihara einer der zehn höchsten Tempeln Bangkoks und wird regelmäßig für königliche Zeremonien genutzt.

Auf dem Gelände befindet sich zudem die älteste Lehranstalt für buddhistische Mönche in Thailand und in den letzten Jahren kommen auch immer mehr westliche Schüler, um hier die Lehre der Vipassana Meditation zu erlernen.

Wat Traimit – der „Eingang“ nach Chinatown

Am Anfang der Yaowaret Road, dem Weg ins chinesische Viertel, steht der goldene und weiße Tempel Wat Traimit. Der ist nicht nur für die wunderschöne Architektur bekannt, sondern vor allem für die über 5 m hohe sitzende Buddhastatue aus massivem Gold.

Der Clou? Bis 1955 wusste niemand von dem „goldenen Inneren“ der mit Gips und Stuck überzogenen Statue, erst ein Unfall bei der Restauration enthüllte den Goldenen Buddha unter der Fassade!

Wat Saket und der goldene Berg

Auf einem Hügel in der Altstadt Bangkoks steht Wat Saket, der auf eine turbulente und ambivalente Geschichte zurückblicken kann: als er das erste Mal unter König Rama III. errichtet wurde, stürzte das Gebilde aufgrund des weichen Bodens schon bald ein. Aber auch die beiden darauffolgenden Könige Rama IV. & Rama V. konnten den Tempel mit der riesigen goldenen Chedi Phu Khao Thong und die 300 Stufen, die zu ihm heraufführen, beenden.

Wat Benja – der Marmor-Tempel

Im Regierungsviertel von Bangkok liegt Wat Benja(mabhopit), erbaut unter König Rama V. im Jahr 1900. Seine Besonderheit? Also, abgesehen davon, dass das hübsche Gebäude mit den Roten Ziegeln auf dem Dach die Rückseite der 5-Baht Münze zieren darf? Die äußeren Fassaden sind mit kostbarsten Marmor bedeckt, die König Rama V. dafür extra aus Italien kommen ließ.

Aufgrund seiner Nähe zu vielen Regierungsgebäuden, finden hier oft staatliche Zeremonien mit hohen Gästen statt.

Wat Prayoon – Schildkröten füttern erlaubt!

Am westlichen Ufer des Chao Praya Flusses liegt Wat Prayoon oder auch Wat Rua Lek, südlich des alten portugiesischen Viertels. Aber hier ist es nicht nur der – zugegeben wundervolle – Tempel, der Ihren Besuch hier lohnenswert macht, sondern die wunderschöne Parkanlage drum herum. Vor allem der Teich, in dem Schildkröten leben, ist ein beliebtes Ausflugsziel geworden.

Das Füttern der Schildkröten (Verkäufer halten das passende Futter parat) soll der Legende nach Glück bringen. Und praktischerweise gibt es das Glück in Paketen zu kaufen.

Wat Suthat – der Tempel der Schaukel

In direkter Nähe zum Großen Palast, Wat Pho und vielen anderen Attraktionen steht Wat Suthat, der am besten bekannt ist für die riesige knallrote Schaukel an seinem Eingang. Doch auch im Inneren lohnt sich ein zweiter Blick: unglaubliche Wandmalereien und noch faszinierendere Teak-Holzschnitzereien machen Wat Suthat zu einem der wohl schönsten Tempel Bangkoks, selbst wenn die rote Schaukel auf den ersten Blick abschreckend wirken könnte.

Im Inneren steht zudem eine bronzene Buddha-Statue aus dem 13. Jahrhundert, welcher von King Rama I. mit dem Boot aus der alten Königsstadt Sukhothai hierhin verbracht wurde.

Haben Sie Lust bekommen, die Tempel Bangkoks zu erkunden? Verraten Sie uns in den Kommentaren, welche Tempel Sie vielleicht schon besucht haben – und welche für Ihren nächsten Urlaub in Bangkok auf dem Zettel stehen!

Bangkok

Reiseinformationen

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