Kriminalität in Thailand

Kriminalität in Phuket

Phuket kann vollauf genießen, wer ein bisschen Vorsicht walten lässt

Wie in jedem zu großen Teilen vom Tourismus lebenden Land ist die Kriminalität auch in Thailand nicht von der Hand zu weisen. Die Regel gilt: Je touristischer erschlossen (und damit ist fast immer der Massentourismus gemeint) ein Gebiet, desto häufiger kommt es zu Diebstählen oder sehr vereinzelt Raubüberfällen. Deshalb sind hauptsächlich Hochburgen wie Phuket, Koh Samui und Pattaya betroffen. Allerdings werden, statistisch gesehen, in europäischen Großstädten wesentlich mehr Taschendiebstähle begangen als in Thailand.

Taschendiebstahl und Bargeldtransport

Ich trage meinen Rucksack dennoch fast immer vor mir her statt auf dem Rücken und achte auf allzu offensichtliche Anrempler – denn Taschendiebstähle passieren natürlich. Das mitgenommene Bargeld und die Geldbörse sollten keinesfalls sichtbar getragen werden (auch nicht als Ausbeulung in der Hose). Öffnet man seine Geldbörse in einem Geschäft oder Restaurant, beim Reiseticketkauf oder anderswo, sollte man dies so diskret und uneinsichtig wie möglich machen. Es ist interessant, in den ersten Tagen nach Ankunft die Thailänder selbst einmal beim Zahlen zu beobachten; ihnen ist diese “Heimlichtuerei” meist in Fleisch und Blut übergegangen.

Ein guter Tipp ist die Verteilung des Geldes auf mehrere “Portionen” an zwei Stellen des Körpers. Ein wenig Handgeld kann in einer leicht zu erreichenden Tasche stecken, der größere Anteil ist an einem sichereren Platz versteckt, etwa einem Geldgürtel, einer versteckten, inneren Tasche oder in den Schuhen.

Geld abheben

Auch beim Geld holen an einem der Geldautomaten ist Vorsicht geboten. Bestenfalls nutzt man immer die Automaten innerhalb von Gebäuden und Banken zu den regulären Öffnungszeiten. Ist dies nicht möglich, sollte man an öffentlich einsehbaren Orten das Eingabefeld wie auch in Deutschland mit einer Hand abdecken. Ganz wichtig: Niemals im Weggehen das erhaltene Geld zählen und es erst einige Meter weiter verstauen (wie man das in Deutschland manchmal gewohnt ist) – darauf warten die eventuell an den Automaten positionierten Langfinger nur. Bestenfalls sollte man vor allem abends und nachts immer zu zwei Geld abheben.

Körperverletzung und “Drugging”

Fullmoon Party unbesorgt geniessenAuch wenn Körperverletzungen von Ausländern in den letzten Jahren minimal häufiger vorgekommen sind, sind sie doch immer noch ein seltenes Phänomen – dafür sind Thailänder als Kultur viel zu besonnen und respektvoll (solange man ihnen ebenso begegnet).

Die einzige unrühmliche Ausnahme sind Vorkommnisse bei Events wie den berühmten “Mondscheinparties” (vor allem den originalen auf Ko Pha Ngan), die von starkem Alkoholgenuss, Drogen und vielen Menschen auf relativ engem Raum geprägt sind. Hier kommt es allerdings eher zu Übergriffen von Touristen untereinander.

Damit einher geht eine besonders subtile und schwer zu ahndende Form der Körperverletzung, das sogenannte Drugging von Frauen. Dabei werden Drogen in spendierte oder frei gehaltene Drinks geschüttet, um Frauen wehrlos zu machen; sexuelle Übergriffe sind oft die Folge.

Niemals sollte man deshalb auf einer Mondscheinparty offene Getränke von Unbekannten akzeptieren – und zu solchen zählen auch soeben in Hostels oder Hotels gemachte Bekanntschaften. Auch in bereits geöffneten Flaschen, die noch ganz frisch erscheinen, kann sich bereits ein Drogencocktail verbergen. Reise ich allein, versuche ich mich zusätzlich immer einer Gruppe anderer anzuschließen, um nicht als leichtes Opfer dazustehen.

Die an den Stränden ausgeschenkten Cocktails können auch ohne das sogenannte “Spiking” schon potent genug sein, denn die Thai nutzen für den Mix häufig selbst gebrannte oder lokale Schnäpse, die um ein Vielfaches hochprozentiger sind, als man es von Zuhause gewohnt ist. Mein Tipp: Ich trinke den ersten immer recht langsam, um die Wirkung anzutesten. Wer aus Durst die ersten zwei Drinks in einem herunter kippt, kann sich schneller an nichts mehr erinnern, als geplant war. Alleine unterwegs, sollte man immer so nüchtern bleiben, dass man den Weg nach Hause noch ohne Hilfe findet. Häufig genug mischen sich nicht ganz so unschuldige Zuschauer unter die Tanzenden und beobachten den Alkoholkonsum späterer Beute quasi strategisch.

Taxis, Tuks Tuks und kleinere Betrügereien

Tuk Tuk und kleine BetrügereienTouristen werden gerne mal bei den sogenannten Tuk Tuk (oder auch Taxi-) Fahrten abgezockt. Wie wohl Betrugsversuche in Thailand ansonsten – vor allem im Vergleich mit anderen derart touristisch erschlossenen Ländern – selten vorkommen, hier ist die Gefahr doch relativ groß.

Man sollte sich deshalb immer selbst einen Fahrer aussuchen und beharrlich blieben, auch wenn man von Fahrern an manchen Punkten regelrecht umschwärmt wird. Häufig steckt dahinter ein abgekartetes Spiel: Egal wohin man eigentlich fahren will (und schlussendlich auch landen wird), es wird immer ein kleiner Umweg und Zwischenstopp in einem oder diversen Geschäften gemacht, in denen man dann Souvenirs oder (juristisch ein Vergehen) gefälschte Markenprodukte kaufen soll. Dabei kann vom Fahrer und Geschäftsinhaber durchaus nicht mehr ganz so subtiler Druck ausgeübt werden. Besonders clevere Fahrer behaupten, die angepeilte Sehenswürdigkeit sei für den Tag geschlossen und scheinbare Insider-Alternativen vorschlagen.

Generell sollte man bei Tuk Tuks und Taxis vor Fahrtbeginn einen Festpreis für die gesamte Fahrt zum ausgemachten Ziel verbindlich vereinbaren. Wie hoch die Summe sein sollte, erfährt man oft im Hotel oder am Flughafen; man kann es bei längeren Strecken auch vorher im Internet recherchieren. Nicht wundern: Taxameter im deutschen Sinne gibt es außerhalb Bangkoks kaum. Deshalb wird eine solche Vereinbarung auch nicht als Misstrauensbeweis, sondern ganz gewöhnliche Transaktion angesehen. Wenn es nicht zur Einigung kommt, einfach gelassen aussteigen und zum nächsten Fahrer gehen!

Bietet ein Fahrer einen Fixpreis von unter 50 Baht an, kann man fast sicher davon ausgehen, dass er einen kleinen Umweg zum Souvenirshop seines Vertrauens einkalkuliert – also nicht zu früh freuen über den vermeintlichen Spottpreis. Selbst sollte man immer 50 Baht und mehr anbieten (je nach Entfernung); alles andere grenzt an Respektlosigkeit. Gleichzeitig muss man klarmachen, dass man direkt zum Ziel gebracht werden möchte und ruhig deutlich werden im Hinblick auf das eigene Desinteresse an Sonderangeboten auf dem Weg.

In Bangkok selbst sind Taxis eine sehr sichere Transportart, die rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche verfügbar ist. Hier sind die Taxen auch mit Taxometern ausgestattet, die standardmäßig (und von Gesetz wegen) ab 35 Baht mitzählen. Ist der Taxameter allerdings nicht eingeschaltet und wird es auf Ermunterung auch nicht, sollte man einfach ruhig aussteigen und sich ein alternatives Fahrzeug suchen. Wer sich nicht sicher ist, das eigene Ziel richtig auszusprechen, lässt es sich im Hotel nochmals in Thai notieren und zeigt es vor – so kann sich niemand auf einem Missverständnis ausruhen. Am besten stürzt man sich nicht auf eines der Taxen, die vor den Touristenattraktionen warten, sondern hält ein vorbei fahrendes an.

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