Baden, Sonnenbaden und der Tsunami in Thailand

Das Meer – Risiken beim Baden und Sonnenbaden

Wer absolut auf der sicheren Seite sein möchte, schwimmt nur an Stränden mit Beflaggung. Achtung – Rettungsschwimmer im Dauereinsatz gibt es so in Thailand nicht. Rote Flaggen sollte man auf gar keinen Fall ignorieren!

Es gibt die verschiedensten gefährlichen, für Touristen schwer erkennbaren Strömungsphänomene vor den Küsten und Inseln Thailands. Das Meer mag ganz ruhig erscheinen; doch was sich unter der Oberfläche abspielt, wissen die einheimischen Sicherheitsverantwortlichen eben immer noch am besten. Gar nicht wenige Urlauber sind in dem Glauben ertrunken, die roten Flaggen seinen schlicht „vergessen“ worden, weil keine unmittelbare Gefahr in Sicht war. Tatsächlich gibt es auch Strände, an denen Schilder die Gefahren oder Nicht-Schwimmen-Zonen ausweisen.

Nicht alleine am einsamen Strand in Thailand

An völlig einsamen Stränden sollte man sich nicht alleine aufhalten und schwimmen gehen. In jedem Fall ist es am sichersten, in Sicht- und Rufweite zu anderen Menschen zu bleiben. Auch ganz alleine schwimmen zu gehen ist nicht ratsam, es sei denn, man bleibt wirklich sehr nah am Ufer.

Ein oft unterschätztes Gesundheitsrisiko ist die tropische thailändische Sonne. Ob im Sommer oder Winter, in Thailand kann man sich ohne ausreichenden Sonnenschutz vor allem am Strand und im Wasser innerhalb kürzester Zeit schwere Sonnenbrände zuziehen. Vor allem zwischen zehn und drei ist die UV-Strahlung am stärksten.

Die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen sind die klassischen:

• gute Sonnenbrillen tragen, mindestens mit einem UV-Schutz 400; vor Ort gekaufte Sonnenbrillen sollten nicht zu preiswert sein und und einen EPF10 (eye protection factor) ausweisen – dunkle Gläser allein schützen nicht!
• mehrmals täglich eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (ideal ist 50) auftragen, die wasserbeständig ist.
• um Mittags herum immer nur für kurze Zeitspannen von etwa 15 Minuten in der Sonne aufhalten, dann wieder den Schatten suchen.
• bei plötzlichem Schwindel oder Schweißausbrüchen im nächsten 7/11 Supermarkt eine Pause einlegen und sofort etwas trinken

Apropos Trinken: In Thailand sollte man jederzeit dafür sorgen, ausreichend hydriert zu sein. Gekühltes Flaschenwasser ist überall zu haben; es ist billig und sicher. Auch die Risiken einer partiellen Austrocknung des Körpers darf man nicht unterschätzen. Gerade beim Schwimmen merkt man den eigenen Durst oft nicht, da der Körper vom Wasser umgeben ist. Wann immer ich im Hotel in Thailand ankomme, egal ob es mit einer Minibar bestückt ist oder über ein Restaurant verfügt, gehe ich zum nächsten 7/11 und versorge mich mit einer ausreichenden Menge Wasser in Flaschen.

Tsunami in Thailand– immer noch ein Risiko?

Tsunami ThailandAm 26. Dezember 2004 traf einer der zerstörerischsten Tsunamis in der jüngeren Geschichte auf die Inseln und Küstenstreifen des Indischen Ozeans – darunter auch auf Thailand. Die Folgen waren verheerend. Die Kosten gingen in die Milliarden, es gab Tausende Tote, Verletzte und Obdachlose.
Seit diesem Tsunami in Thailand vor zehn Jahren fragen sich Besucher natürlich, ob ähnliches völlig ohne Vorwarnung nochmals passieren könnte.

Schon vor zehn Jahren wussten die Mitarbeiter des Tsunami-Frühwarnzentrum von Hawaii (PTWC) am quasi anderen Ende der Erde von der Schwere des den Tsunami auslösenden Erdbebens – und zwar genau acht Minuten, nachdem es unsichtbar stattgefunden hatte. Sie versuchten nachweislich, die Behörden in den Küstenstaaten und damit auch in Thailand zu erreichen und zu warnen. Doch damals gab es auf Thailand (und auch in den anderen Risiko-Regionen am Indischen Ozean) einfach keine klar definierten Ansprechpartner und erst recht keinen bestehenden Ablaufplan, wie man die Bevölkerung informiert und welche Schutzmöglichkeiten verfügbar sind.

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All dies hat sich seit dem Tsunami in Thailand geändert. Zwischen Indonesien und Thailand wurde ein Tsunami-Warnsystem errichtet. Damit werden Erdbeben, Meeresspiegelveränderungen und Wellen in Echtzeit gemessen. Die Werte werden automatisiert an eine 24 Stunden besetzte Alarmzentrale in Jakarta gesendet. Dort ist nun das Tsunami-Frühwarnsystem InaTEWS, weltweit eines der modernsten Tsunami-Frühwarnsysteme, installiert. Es basiert auf dem von zwei deutschen Wissenschaftlern vom GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam entwickelten German Indonesian Tsunami Early Warning System (GITEWS).

Höchstens fünf Minuten nach einem Erdbeben gibt InaTEWS präzise Warnungen aus. Diese basieren auf Echtzeit-Daten von rund 300 Messstationen, die seit 2004 installiert wurden und mit Seismometer, GPS-Empfänger und Küstenpegel-Messer ausgestattet sind. Modernste Auswertesysteme verwandeln die Daten in ein Lagebild.

Innerhalb von drei Minuten würde hier also ein neues Erdbeben registriert werden, das für Thailands Küsten relevant werden könnte. Nach weiteren zwei Minuten geben die kontinuierlich laufenden Rechner eine Tsunami-Warnung raus. Bis die komplette Warnkette an die thailändischen Strände und in die Wohnorte hinein durchlaufen ist, dauert es inzwischen nur noch fünf bis zehn Minuten.

Von Jakarta aus aus wird die Benachrichtigung der jeweils lokalen Behörden koordiniert. Orte in Küstennähe sowie Inseln haben Sirenen installiert, die ebenfalls von dort aktiviert werden können. Behörden verschicken eine entsprechende Alarmmeldung außerdem per SMS und auf den sozialen Medien. Auch die einzelnen Hotels habe größtenteils reagiert: Viele haben Schilder mit Tsunami-Evakuierungsrouten aufgestellt. Wer sich wirklich Sorgen macht, kann außerdem bei Ankunft im Hotel nach den getroffenen Maßnahmen fragen; man wird gerne Auskunft geben.

Wie hoch ist die Gefahr eines neuen Tsunami in Thailand?

Das kann niemand vorhersagen. Natürlich bestehen die Spannungen in der Erdkruste weiterhin. Auch die tektonischen Verschiebungen, die zum Tsunami in Thailand von 2004 geführt haben, haben nichts daran geändert, dass die Kontinentalplatten westlich von Sumatra unter Druck stehen.

Aber nicht jeder der ausgelösten Bewegungen muss zu einem Tsunami in Thailand führen – tatsächlich müssen viele Faktoren zusammenkommen, um eine derartige Riesenwelle auszulösen. Im April 2012 etwa fand im Meeresboden derselben Region ein Beben der Stärke 8,6 statt, ohne dass dabei ein Tsunami in Thailand oder größere Schäden vor Ort ausgelöst wurden. Der Grund dafür: Die Erdkruste hatte sich horizontal bewegt, die spezifischen geophysischen Bedingungen traten nicht auf.


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