Golfen in Thailand: Alle Infos und Insidertipps

Golf spielen hat in Thailand fast so einen guten Ruf wie das Thai Boxen. Zwar ist Golfen in Thailand noch nicht ganz zum Volkssport geworden, aber das Land des Lächelns nennt inzwischen mehr als 280 ausgezeichnet geführte Golfplätze sein eigen. 200 davon erfüllen Turnier-Maßstäbe und bieten eine Umgebung, die sich mit allen führenden Greens weltweit problemlos messen kann. Kein Wunder, denn entworfen, mitentwickelt und ausgeführt wurden die Plätze von namhaften und erfahrenen Designern und Architekten wie Nick Faldo, Jack Nicklaus, Greg Norman, Gary Player, Jack Nicklaus, Seve Ballesteros, Pete Dye oder Robert Trent Jones.

Inzwischen reisen jährlich etwa 400.000 Golf-Liebhaber aus allen Ecken des Globus nach Thailand, um dort Golf zu spielen und ihre Lieblingssportart gleichzeitig mit einer einzigartigen Reise in ein exotisches Land zu kombinieren.

 Golfen in Phuket unter Palmen

Golfen direkt unter Palmen – wie hier auf Phuket

Diese Faktoren haben Thailand den Ruf der Golf-Metropole Asiens eingebracht. In diese Liebeserklärung spielen viele Faktoren hinein: das warme, ausgeglichene Wetter (mehr zur Reisezeit weiter unten), eine ausladend tropische Landschaft mit interessanten topographischen Merkmalen, die alle Golfplätze in Thailand jeweils ganz einzigartig machen (vor allem im Norden des Landes bieten die wellig-hügeligen Erdformationen ideale, natürliche Voraussetzungen) und eine herausragende Gastfreundschaft.

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Anders als manch anderen Sportarten, die erst in den letzten zwanzig Jahren in Thailand Fuß gefasst haben, hat Golfen in Thailand Tradition. 1924 öffnete in Hua Hin der erste Goldplatz Thailands, gebaut von enthusiastischen, schottischen Eisenbahn-Ingenieuren. Versehen mit dem königlichen Gütesiegel, gibt es diesen Course bis heute direkt im Zentrum der Stadt neben dem ebenfalls berühmt gewordenen Bahnhof. Er ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen mit seinen recht grob angelegten, harten Fairways und etwas wogendem Grün, aber immer noch einen Abstecher wert. Und schließlich gibt es inzwischen allein im Umkreis von 30 Kilometern um Hua Hin neun wunderschöne, moderne Golfplätze!

Inzwischen stammen mehr und mehr Golf-Profis aus Thailand. Das Land selbst ist Gastgeber internationaler Tournaments und Profi-Tuniere und investiert viel Geld in den Aufbau und die Instandsetzung seiner Courses, um Golfspieler aus aller Welt nach Thailand zu locken.

Übrigens braucht es keine explizite Golfreise nach Thailand, um die eine oder andere Runde zu spielen. In der Nähe aller großen Städte und Badeorte und über das ganze Land verteilt, warten ausreichend thailändische Golfplätze, die auch von Gästen bespielt werden dürfen. Ob nahe Bangkok, auf Phuket, bei Pattaya oder Hua Hin, Chiang Mai, Chiang Rai oder Koh Samui, überall finden Golfspieler in Thailand exzellent ausgestattete, gepflegte und auf internationale Ansprüche ausgerichtete Greens, einladende Clubhäuser und eingespielte Caddies. Fast alle Plätze sind infrastrukturell sehr gut angebunden und deshalb exzellent zu erreichen.

Wer überraschend Lust oder Zeit auf ein paar Runden hat und nun ohne Ausrüstung dasteht: Kein Problem! So gut wie alle größeren Golfplätze in Thailand bieten Leihschläger für um die 500 Baht für das ganze Set mit Tasche an. Bälle und Bekleidung inklusive Handschuhe und sogar Schuhe (allerdings seltener in europäischen, großen Größen) lassen sich in den Pro-Shops vor Ort erwerben.

Herausfordernde Konturen, aber von Ronald M. Garl wunderschön gestaltet: Alpine Golf Club bei Bangkok

Die meisten Golfliebhaber sind bei ihrem ersten Golfurlaub in Thailand erstaunt über die Qualität der Greens, ihren exzellenten Zustand, den gepflegten Golfrasen und die durchgängig gute Geschwindigkeit. Dazu kommt die malerische Perspektive, die fast jeder Golfplatz in Thailand von Loch zu Loch aufs Neue bietet. Auch wird den Greens in Thailand so viel Platz gewidmet, dass so gut wie alle Golfplätze in Thailand 18-Löcher bieten, manche sogar 27 Spielbahnen.

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum Golfer nach Thailand kommen, und zwar immer wieder Jahr um Jahr.

Da ist ebenso das erstaunlich günstige Preis-Leistungs-Verhältnis. Schon die Greenfees sind sehr moderat. Sie orientieren sich am Wochentag und an der Länge der Golfbahnen – 18 Löcher sind naturgemäß günstiger als 27. Am günstigsten kommt das Golfen in Thailand an regulären Arbeitstagen. Grundsätzlich variieren die Preise zwischen 800 (sehr selten günstiger) und 5.000 Baht. Gezahlt wird nach der Ankunft an der Rezeption, meist problemlos auch mit Kreditkarte.

Noch etwas zeichnet Thailands Golf-Politik aus: Kein Mensch fragt einen nach dem Heimatclub, irgendwelchen Club-Cards oder Handicap-Nachweisen. Allerdings gibt es in einer zunehmenden Anzahl an Golfclubs in Thailand eine Cart-Pflicht. Golf Carts kosten zwischen 500 und 800 Baht. Meist ist nur ein Passagier plus fahrendem Caddie erlaubt (natürlich kann man das Cart auch selbst steuern).

Pakasai Country Club Krabi

Pakasai Country Club, Krabi

Doch auch die Benutzung der Golfanlagen, eventuelle Ausleihgebühren für Schläger, die Caddies und die Carts zusammengenommen, ist Golfen in Thailand ein unschlagbar preiswertes Vergnügen. Hinzu kommt, dass die Übernachtungskosten in den außergewöhnlich schönen, oft traditionell exotisch gestalteten Hotels, das einzigartige und völlig zu Recht weltberühmte Thai Food, die Einkaufserlebnisse in Shoppingzentren und auf Märkten und natürlich das Nachtleben auch bei gehobenen Ansprüchen niemals überteuert sind.

Selbst wer mit kleinem Budget unterwegs ist, wird in Thailand beim Golfen glücklich. Denn vor allem die Übernachtungsmöglichkeiten, ob nun Top-Resort oder direkt am Golf-Club (viele Golfplätze bieten inzwischen Übernachtungspakete auf dem eigenen Grund an) oder aber kleinerer Bungalow am Strand, sind immer erschwinglich. Ähnliches gilt fürs Essen: Ob Luxusrestaurant oder Garküche, die thailändische Küche enttäuscht nie – und das oft zu Preisen, für die daheim gerade mal ein Milchkaffee drin wäre.

Alles zusammengefasst, ist wohl nirgendwo sonst auf der Welt eine Luxus-Golfreise so budget-freundlich wie in Thailand.

Lotus Valley Golf Club
Ebenfalls überzeugen kann das Klima. In den richtigen Monaten scheint es wie von der Natur erschaffen, um Golfer in Thailand glücklich zu machen. In der trockenen, frühlingshaften Zeit von November bis Februar scheint die Sonne zuverlässig ununterbrochen, ist aber auch begleitet von einer leichten Brise – ideal für den Golfurlaub in Thailand. Auch danach, in den heißeren Tagen des Sommers, lässt es sich immer noch gut spielen. Ein besonderer Geheimtipp aber ist die „grüne Saison“, normalerweise unter Urlaubern als gefürchtete Regensaison bekannt – doch mehr dazu ein wenig später.

In Thailand besonders beeindruckend: Die Vielfalt der Platz-Profile

Siam Country Club

Siam Country Club

Golf-Fans werden schnell feststellen, dass sie ihrem Hobby in wenig Ländern so abwechslungsreich nachgehen können wie in Thailand. Die Golfplätze allein unterscheiden sich schon aufs Spannendste: Von Old-School-Plätzen wie dem bereits erwähnten, mehr als hundert Jahre alten Royal Hua Hin bis zum ultra-modernen Siam Country Club mit den innovativsten Graszüchtungen und flashigen Bunkern ist die gesamte Bandbreite des Golfplatz-Designs vertreten. Wer es gerne ruhig und beschaulich hat, findet genauso abgelegene Courses wie Spieler mit Vorliebe fürs Urbane, die in Bangkok sogar genau zwischen zwei Startbahnen des Flughafens abstoßen können.

 Khao Yai

Khao Yai

Auch geographisch wird es Thailand für Golfer niemals langweilig – zu breit sind die verschiedenen Golfplätze über das Land verstreut, eingebettet in einzigartige Landschaftspanoramen und oft in der Nähe pulsierender Metropolen wie Bangkok. Auf Berg- und Trekkingliebhaber warten die Berge rund um Chiang Mai und Chiang Rai, die außerdem beide mit einer unendlich reichen Kultur und historischen Anlagen aufwarten. Wenn es mehr zu Meer und Strand zieht, findet auf Phuket und Ko Samui eine Vielzahl herausragender Greens. Pattaya wiederum ist berühmt für sein ausschweifendes Nachtleben und seine Golfplätze. Wer die Ruhe der Natur, Landschaftsschutzgebiete und wilde Tiere erleben möchte, der findet um Khao Yai rauschende Wasserfälle und eine reiche Flora und Fauna… und das sind nur die prominentesten Beispiele für die Vielfalt, die Thailand Golfern neben dem Grün bietet!

Übrigens gibt es für Entdecker, denen Originalität wichtiger ist als die perfekte Infrastruktur, ältere oder etwas abgelegene Golfplätze, die sich dann auch durch günstige Green Fees auszeichnen. Meist gehören diese staatseigenen Institutionen wie eben der Bahn oder Wasserwerken.

Thailands Caddies: Eine Klasse für sich

CaddiesWer vom letzten Golfurlaub in Thailand schwärmt, wird früher oder später auf die thailändischen Caddies zu sprechen kommen. Ihre Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Professionalität sind wirklich einzigartig. Die Caddies kümmern sich in Thailand um Golfer nicht etwa nur auf dem Green. Sie heißen Besucher bei Ankunft persönlich willkommen und führen ihn sie durch die komplette Golferfahrung (dabei in heißen Monaten den obligatorischen Sonnenschirm haltend), begleitet von Erfrischungen und Snacks und den nötigen Erläuterungen des Platzes genau wie den Markierungen für und der Pflege des Balls, den sie bei Verlust auch suchen gehen. Wer sich bei einer Abschlagsentscheidung unsicher ist, den weisen sie freundlich auf platz-typische Optionen hin. Unser Tipp: Auch wenn die vorgeschlagene Route abwegig erscheint, einfach mal ausprobieren!

Die allgegenwärtige Freundlichkeit der Thai, eingebettet in ihre buddhistisch geprägte Kultur, ist hier ebenfalls auf Schritt und Tritt zu spüren. Meist sind die Caddies in Thailand weiblich. Wer auf ein ausgezeichnetes Englisch Wert legt, kann dies vorab im Club anmelden; doch auch bei kleinen Sprachbarrieren kann man sich sicher sein, die nötige Hilfe auf charmante Art angeboten zu bekommen. Nicht wundern: Viele Der Thailänder sprechen das englische ‚r‘ wie ein ‚l‘, das kann beim Wort „right“ schon mal zu Verwirrungen führen. Der thailändische Begriff für links ist „Sai“, für geradeaus „Tong Tong“ und für rechts „Khua“ – wer sich das vorab merkt, kann bei den Caddies deutlich punkten und entlockt ihnen mit Sicherheit ein breites Lächeln!

Summit Windmill Golf Club

Caddie im Summit Windmill Golf Club bei Bangkok

In den meisten Clubs sind begleitende Caddies Pflicht. Sie kosten etwa zehn Dollar, die noch zum Platzpreis hinzu kommen. An den Trinkstationen gehört es zum gute Ton, den Caddie einzuladen. Diese Trinkstationen in Form kleiner Kioske sind in Thailand meist nach jedem dritten Loch stationiert. Man sollte hier unbedingt die Möglichkeit nutzen, viel und über das Durstempfinden hinaus zu trinken, da die Wärme dem Körper auch relativ geringer körperlicher Belastung sehr schnell viel Flüssigkeit entzieht.

Im Anschluss an das Spiel kann und sollte man den Caddies ein Trinkgeld geben, das ebenfalls zwischen zehn und 15 Dollar liegt, je nachdem, wie zufrieden man war – die Caddie Fee übersteigen braucht es jedoch nicht. Ein Wort der Warnung: Wer glaubt, mit seinem Caddie exzessiv flirten zu können und sie im Anschluss noch auf einen Drink einladen zu sollen, irrt sich. Weibliche Caddies in Thailand sehen sich zu Recht als professionelle Angestellte mit wertvoller Ausbildung und erwarten den entsprechenden höflichen Respekt (und nicht mehr).

Die beste Reisezeit für den Golfurlaub in Thailand

Chiang Mai Golfplatz

Dem Green tut die grüne Saison gut: Chiang Mai Highlands Golf & Spa Resort

Viele Golfplätze in Thailand sind sogar ganzjährig bespielbar – welche davon besonders flexibel sind, darauf gehen wir in unseren anderen Beiträgen ein. Gleichzeitig wird die richtige Reisezeit für den Golfurlaub in Thailand nicht nur vom Klima, sondern auch noch von anderen Faktoren bestimmt. Denn wie alle touristischen Aktivitäten hat auch das Golfen in Thailand eine Hoch- und eine Nebensaison. Hiervon ist abhängig, wie voll es auf dem Grün werden kann. Wie schon erwähnt, ist die sogenannte „cool season“ zwischen Oktober/ November und Februar mild und sehr sonnig; vor allem aber ist es weniger humide und schwül als im Rest des Jahres. Die leichte Brise und der strahlende Himmel tun das ihrige dazu, dass diese Monate bei weitem die beliebtesten bei Golfern in Thailand sind Will man in dieser Zeit seinen Golfurlaub in Thailand verbringen, muss man früh buchen und bereit sein, den Golfplatz zu teilen.

Im März beginnt dann der thailändische Sommer – und es kann tagsüber bis über 40° Celsius heiß werden. Dabei bleibt es aber trocken. Wer kein Problem damit hat, morgens früh aufzustehen und zu spielen und die zweite Runde dann am Nachmittag anzugehen, mit einer Siesta dazwischen, hat in diesen Monaten gute Karten preiswerter Golfferien in Thailand zu machen.

GewitterAnschließend, von Juni bis September kommt die „grüne Saison“, und das bedeutet Regen. Allerdings regnet es nicht konstant durch, wie viele fälschlich annehmen. Vielmehr kommt das Nass in kurzen Schauern oder seltener Gewittern herunter und hört dann wieder auf, um dem Sonnenschein Platz zu machen. Auch in der grünen Saison kann man also Golfen in Thailand, solange man kein Problem damit hat, zwischendurch (meist nachmittags) mal Regenschutz zu suchen.

Dabei haben die Architekten auf den meisten Plätzen die typisch thailändischen Gegebenheiten bereits berücksichtigt: Die durchdachten Entwässerungs-Systeme der Golfplätze sorgen dafür, dass das Green schnell wieder trocken ist. Meist kann man bereits eine Viertelstunde nach dem letzten Schauer wieder aufs bereits getrocknete Gras – nur in den Bunkern ist dann noch die eine oder andere Pfütze zu sehen. Die Trinkstationen nach jedem 3. oder 4. Loch bieten Unterstände und Gelegenheit, sich das dramatische und oft sehenswerte Wetter-Schauspiel mit einem Drink in der Hand und trockenen Hauptes anzusehen.

Nur im September sollte man auch in Thailand aufs Golfen besser verzichten, denn dann lässt sich auch mit den präzisesten Messdaten nicht mehr vorher sagen, wann der nächste Regenguss kommt. Alles in allem ist die Frage des Wetters beim Golf spielen in Thailand nur eine Sache sorgfältiger Planung beim Buchen der Abschlagszeiten und ein wenig Geduld, wenn man doch mal überrascht wird.

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