Thailand sperrt Ko Tachai

Ärger im Paradies –

Thailand sperrt Nationalpark Mu Ko Similan  auf Ko Tachai

Tourismus bringt viele Menschen ins Land. Dass das nicht immer nur Vorteile in sich birgt, hat das Königreich Thailand oft genug am eigenen Leib erfahren müssen. Und Thailand hat daraus gelernt, wie am aktuellen Fall des Similan-Archipels deutlich wird. Der Touristenandrang auf dieses wunderschöne Tauchparadies hat nachhaltige Schäden verursacht. Drum sah sich die Regierung Thailands nun gezwungen, den Zugang zum Nationalpark nicht nur während des Monsun für Touristen zu sperren. Wie lange? Das ist noch offen.

Ko Tachai 12 Quadratkilometer pures Paradies

Ko Tachai gilt als Paradies auf Erden. Dabei ist die Insel nur ganze 12 Quadratkilometer groß. Doch die Tauchreviere im Nationalpark Mu Ko Similan suchen weltweit ihresgleichen. Nun hat es sich in Thailand eingebürgert, dass die Meeresnationalparks während der Regenperiode, des Monsun, generell geschlossen bleiben. Doch an einem jeden 15. Oktober, wenn offiziell die touristische Hochsaison in Thailand beginnt, öffnen diese Parks erneut ihre Pforten. Nicht so Ko Tachai. Hier bleibt auch der Betrieb auch nach Mitte Oktober gesperrt – bis auf Widerruf jedenfalls.

Ressourcen nachhaltig beschädigt

Der große Touristenandrang auf diesen Hotspot in Thailand, der Teil der Andamanensee ist, hat laut Tunja Netitammakul, dem Leiter der Behörde für die Nationalparks des Landes, zu massiven Umweltschäden geführt. Und das liegt nicht nur an den Touristen aus dem Ausland, von denen rund 30 Millionen Thailand Jahr für Jahr besuchen, sondern auch an inländischen Touristen, die diesen Flecken Erde lieben. Die Küsten, die Korallenriffe und selbst die Strände hätten Schäden davongetragen, so Tunja Netitammakul, der als Vertreter des Staates dafür zuständig ist, den Plan zum Schutz und zum Erhalt der Andamanensee umzusetzen. Und er betonte, dass es eben nicht nur an den Ausländern läge, sondern auch an den Thai, die an den Stränden ihre Stände mit Souvenirs, Speisen und Getränken aufbauten, um so am Tourismus zu verdienen. Das alles habe die Natur ins Ungleichgewicht gebracht.

Ko Tachai – Hotspot für Taucher und Schnorchler

Es dauert nur rund eine Stunde an Fahrtzeit mit den Fähren oder einem Schnellboot und schon war man als Thailand-Tourist mitten im Paradies von Ko Tachai. Ein Paradies unter Wasser, welches Taucher und Schnorchler geliebt und geschätzt haben. So sehr, dass sie immer wieder und wieder dieses Archipel ansteuerten. Das fällt nun weg und Tunja Netitammakul mahnte Touristen, darauf zu achten. Zwei nahegelegene Tauchplätze würden zwar wie geplant am 15. Oktober wieder die „Pforten“ öffnen, aber Anlandungen auf Ko Tachai seien untersagt. Das wüssten zwar seine Landsleute, aber sie würden trotzdem weiterhin Touren zur Insel anbieten – obwohl das Betreten nicht gestattet sei. Die Behörde baut darauf, dass sich die Informationen auch in Touristenkreisen schnell herumsprechen und man auf Verständnis treffen würde. Denn nur sei sichergestellt, dass man diese Insel in absehbarer Zukunft wieder – wenn auch stärker reglementiert als bisher – für den Besucherverkehr öffnen könne. Aber Thailand, so Tunja Netitammakul, habe auch eine Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Nachkommen, solche Paradiese zu erhalten. Und wer einmal vor Ort war, der wird diese Worte verstehen.

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