Alleine Reisen heißt noch lange nicht einsam sein
Bei Gesprächen wird mir immer wieder klar: Erstaunlich viele Frauen wollen vor allem deshalb nicht durch Thailand alleine reisen als Frau, weil sie befürchten, sich auch tatsächlich allein zu fühlen. Ich leugne dann auch nie: Wann immer ich für ein paar Wochen alleine reise, kommt der Tag, an dem mich eine kleine Einsamkeit überkommt – dann kann ich mich nur schwer aufraffen, Neues anzuschauen oder den nächsten Abschnitt der Reiseroute zu planen, einfach weil niemand da ist, um meinen Enthusiasmus zu teilen oder mir bei der Entscheidung beiseite zu stehen.
Nach vielen Jahren Reise-Erfahrung kenne ich diese Momente inzwischen aber schon; sie sind quasi schon erspürbar, bevor sie sich vollständig manifestieren. Inzwischen weiß ich auch: Es handelt sich dabei um eine typische Backpacker-Krankheit, die jeder Rucksackreisende in Thailand (und anderswo auf dem Planeten) kennt.
Inzwischen habe ich einige Strategien entwickelt, um die Freiheit meines alleine Reisens voll zu genießen und dabei Wege zu finden, Anflüge von Einsamkeit im Keim zu ersticken. Mitten in der kleinen Depression zuhause anzurufen oder zu skypen hilft mir persönlich übrigens nicht – es verstärkt die latente Versuchung nur, den Trip ganz abzubrechen. Aber das ist typ-spezifisch; für viele ist es ein super Weg, um sich wieder zu ankern.
Mir zum Beispiel bringt es mehr, ein Reisetagebuch zu führen – gerade dann, wenn mir gar nicht danach ist! Wer gerne schreibt und digital affin ist, sollte sich die Möglichkeit eines Travel-Blogs oder Reisejournals erschließen. Der Travelblog (leicht erstellt auf Tumblr, Instagram oder Facebook) gibt mir das Gefühl, mit meinen Lieben in Kontakt zu stehen; außerdem motiviert er mich, meine Abenteuer zu reflektieren und das allein sorgt meist schon wieder für ein Stimmungshoch.
Ich folge an solchen Blues-Tagen stattdessen stur einer Reihe erprobter „Therapien“ und treffe außerdem mit ein paar simplen Tricks Vorsorge, damit gar nicht erst zum Tief kommt. Hier ein paar davon, die für mich am besten funktionieren…













