Bangkok für Flashpacker

Man mag es lieben oder es hassen, Bangkok ist das wild pulsierende Herz Thailands – und in vielen Fällen der Ankunftspunkt für alle, die nach Thailand fliegen. Bangkok ist auch der zentrale Verkehrsknotenpunkt des Landes und beherbergt seine zwei größten Flughäfen. Vor allem aber ist Bangkok eine absolut faszinierende Metropole.

Für die erste Flashpacking Reise in und um Bangkok sind zehn bis vierzehn Tage ein guter Zeitraum. Deshalb gibt es im ersten und zweiten Teil unseres Flashpacking-Specials eine Fülle von Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in und um Bangkok für alle, die die Stadt und ihre Umgebung noch nicht kennen und etwa zehn Tage bis zwei Wochen Zeit für ihre Thailand Reise mitbringen.

Taling Chan Floating Market

Auch das ist Bangkok: Taling Chan Floating Market, unbedingt sehenswert!

Für Bangkok selbst sind etwa vier Tage Aufenthaltsdauer eigentlich das Minimum, um das Lebensgefühl dieser unglaublichen Stadt kennenzulernen – auch wenn man in dieser Zeit natürlich längst nicht alles anschauen kann, was sehenswert ist. Bangkok hat so viele versteckte Ecken und Gesichter; wer noch nie dort war, wird es fast unglaublich finden, welch unterschiedliche kulturelle Welten in Bangkok nebeneinander Platz finden.

Übrigens: Zwar ist Bangkok nicht grundlos berüchtigt ob seines Rufes als „Sin City“ – und tatsächlich ist der diesbezügliche Herrentourismus samt einschlägiger Angebote nicht zu leugnen. Dennoch nehmen diese Branche und ihre Etablissements nicht annähernd soviel Platz im Alltagsleben Bangkoks ein, wie man meinen könnte. Stattdessen erwarten den Flashpacker kulinarische Überraschungen, faszinierende Straßenmärkte und nahezu unlimitierte Shoppingerlebnisse, aber auch umwerfende Tempelanlagen, Kunstschätze, eine lebendige Kulturszene und natürlich ein mitreißendes Nachtleben.

Bangkok ist auch die Stadt, in der sich Backpacker und Flashpacker vielleicht am eindeutigsten voneinander trennen. Der „klassische Rucksacktourist“ wird sich in vielen Fällen direkt nach Ankunft (und ohne ein bestimmtes Hostel gebucht zu haben) zur Khao San Road aufmachen, dem Zentrum des Backpacking-Universums. Diese nur wenige hunderte Meter lange Straße ist ein buntes Gequirle aus Läden und Hostels, Touristen und geschäftstüchtigen Thai.

Khao San Road

Tagsüber wird hier alles denkbare und undenkbare verkauft – von falschen Armani-Anzügen bis zu Diplomas von so gut wie jeder großen Universität der Welt. Allerdings finden sich hier auch, mit etwas gezieltem Suchen, ausgefallene T-Shirts ud andere Souvenirs für die Lieben daheim. Nachts verwandelt die Straße sich in eine unaufhaltsame Partymeile. Definitiv einen kurzen Ausflug und seine weltweite Reputation wert – aber wer etwas stilvoller und vor allem ruhig nächtigen möchte, sucht sich unter Umständen lieber an anderer Stelle ein Hostel oder Hotel aus. Allerdings: Nirgendwo sonst lernt man so schnell neue Reisegefährten kennen wie in und um die Khao San Road!

Mein persönlicher Tipp sind Hostels nahe des Flusses; so sparen sich clevere Flashpacker viel Geld und Zeit in Taxis auf der Straße inmitten horrender Staus.

Reisen in relativem Komfort bedeutet in Bangkok immer (!) ein Hotel mit funktionierender Klimaanlage und Dusche zu buchen. Beides sind die wirksamsten Mittel, um mit der tropischen Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit gelassen umzugehen. Sie machen nur ein paar Baht mehr pro Nacht aus, können aber ein echter Schlüssel zum entspannten Urlaubserlebnis sein. Wer sicher gehen will, dass „Aircon & Shower“ nicht nur beworben werden, sondern auch funktionieren, kann sich das Zimmer vor Zahlung einfach zeigen lassen.

Auf unserer Seite finden Reisende viele Tipps für Hotels in Bangkok mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis, die immer wieder aktualisiert werden.

Sehenswertes in Bangkok

Was gibt’s zu sehen in Bangkok? Wahrscheinlich im wahrsten Wortsinn eine Million Dinge. Wer aber nur etwa vier Tage Zeit hat, dem kann ich die folgenden Besucher-Tipps ans Herz legen – lauter spannende Miniabenteuer für kleines Geld, mitten im echten Bangkok.

 Chao Phraya FlussChao Phraya express BoatMae Nam Chao Phraya Fluss

Obwohl eigentlich allgegenwärtig, wird der Chao Phraya von vielen Besuchern fast nicht beachtet – völlig zu Unrecht. Vom Boot aus gewinnt man einen unvergleichlichen Eindruck von der Stadt und ihren diversen Facetten. Außerdem ist der Fluss eine ausgezeichnete Verkehrsader, um von A nach B zu kommen, ohne in einem der berüchtigten Bangkoker Staus zu stehen.

Ich würde etwa immer den Weg über das Wasser nehmen, um den Tempel der Morgenröte (Wat Aru), den Königspalast oder den Tempel des liegenden Buddha (Wat Pho) zu besuchen.

Das Chao Phraya Express Boat Tagesticket kostet nur 160THB (um die 4€) und lässt freies Aus- und Einsteigen an etwa zehn Haltestellen zu. Auch den Blumenmarkt und Chinatown fährt das Expressboot an. Eine absolut tolle Art, einen Tag in Bangkok zu verbringen!

Roof-Top Bars

Rooftop Bar im Bangkok Marriott Hotel Sukhumvit

Der Charme des Flashpacking ist auch, mittels preiswerter Unterkunft, gutem und dennoch günstigem Essen und Zugfahrten statt Flügen genug Budget zu sparen, um sich an manchen Tagen einfach etwas Luxus zu gönnen. Für mich gehört ein Abend Cocktails trinken über den Dächern Bangkoks einfach dazu.

Dafür muss es nicht die berühmte, aber auch ziemlich teure Sky Bar des State Towers sein – die Octave Bar im Hotel Marriott ist mindestens so cool. Hier eine Liste meiner Lieblingsbars hoch in den Wolken, von indoor bis outdoor, vom Geheimtipp zum Publikumsmagneten, aber immer ein perfekter Ausflugsort für den ersten Abend in Bangkok, um sich einen echten Überblick zu verschaffen und den Flug abzuschütteln:

• Vertigo in der Banyan Tree Moon Bar
• Park Society im Sofitel
• Sky Bar
• 360 rooftop bar
• Octave Rooftop Bar
• Cloud 47 Rooftop Bar
• Red Sky at Centara,
• Distil Rooftop Bar
• Bluesky im Centara Grand
• Above Eleven
• Zense Siam
• Baiyoke Sky Hotel

Von oben genießt man auch einen der für mich faszinierende Ausblick Bangkoks: Seine Altstadt, . wie sie inmitten der Wolkenkratzer und Neonlichter sitzt wie aus einer anderen Zeit hergebeamt.

Wat Arun

Wat Arun, in Bangkok auch als Wat Chaeng bekannt, ist auf der westlichen Seite des Chao Phraya Flusses gelegen.

Der faszinierende Tempel ist eines der Wahrzeichen Bangkoks; trotz der vielen Besucher hat er nichts von seiner mystischen Magie eingebüßt. Die beste Besuchszeit ist der spätere Nachmittag, wenn die meisten Touristen bereits auf dem Rückweg sind. Um halb sieben werden seine Tore geschlossen. An manchen Tagen ist Wat Arun dann quasi leer. Oft ist noch nicht einmal jemand vor Ort, um den sowieso schon sehr niedrigen Eintritt zu kassieren. Aber auch morgens, direkt nach der Öffnung um halb neun, sind nur wenige andere Besucher zu sehen.

Wat Arun sieht mit seinen vielfarbigen Spitztürmen und seiner einzigartigen Position am Ufer anders aus und fühlt sich auch anders an als alle anderen Tempel in Bangkok. Die Aussicht von seinem 80 Meter hohen, mittig gelegenen Bauwerk Phra Prang ist atemberaubend. Zwar ist der Aufstieg unerwartet steil, doch die Mühe lohnt sich.

Direkt gegenüber, auf der anderen Flussseite, befindet sich die Tempelanlage von Wat Pho. Der Anlegepier der größeren Flussboote für einen Besuch im Wat Arun ist verwirrender Weise ebenfalls der Pier des Wat Phro. Mit dem Boot kann man sich dann für einen Spottpreis zum anderen Ufer bringen lassen.

Grand Palace

Der alte Königspalast beherbergte tatsächlich lange Zeit den thailändischen König, der nun allerdings (bereits seit 1946) im Chitralada Palast residiert. Deshalb wurde der „Grand Palace“ auch für Besucher geöffnet. Hier kommt man allerdings nur mit dem Tuk Tuk oder Taxi hin; öffentliche Verkehrsmittel dürfen in der Altstadt nicht verkehren. Eine gute Gelegenheit für die erste Tuk Tuk Fahrt und die Erprobung der eigenen Fahrtkoste-Verhandlungskünste! Achtung: Im Königspalast müssen Männer lange Hosen und Frauen ebenfalls dezente Kleidung tragen. Wer zu leger angezogen ist, kann sich am Eingang gegen Pfand mit entsprechender Kleidung eindecken.

Chinatown

Chinatown

Den ganzen Weg nach Thailand fliegen, bloß um dann von chinesischen Schriftzeichen umgeben zu sein? Unbedingt! Denn die Chinatown in Bangkok ist eine beeindruckende Stadt in der Stadt. Ein chinesischer Stand oder kleines Geschäft reiht sich an das nächste; das Sprachgewirr ist faszinierend; und die kulinarischen Entdeckungen absolut zahllos. Ich finde einen Besuch am späteren Abend besonders beeindruckend – denn die meisten Geschäften bleiben bis weit in die Nacht geöffnet.

Am besten nähert man sich Chinatown mit dem Flusstaxi und steigt an der Station Nummer 5 “Rajchawongse” aus. Aber auch mit TukTuk oder Taxi kommt man prima hin. Wer es zeitlich so einrichten kann: Das Vegetarische Festival und das chinesische Neue Jahr sind besondere Besucher-Highlights in Bangkoks Chinatown, aber auch an allen anderen Tagen ist das Viertel einen Abstecher wert.

Shop till you drop: Siam Square und Chatuchak Wochenendmarkt

Chatuchak-MarktFlashpacker sind oft nicht ganz so besorgt um jedes zusätzliche Gramm, das sie in ihren Rucksäcken mitschleppen müssen. Ein Glück, denn Bangkok eignet sich einfach besonders gut, um ein paar Stunden einfach nur mal einkaufen zu gehen. Selbst Anti-Konsumisten werden hier schon mal mitgerissen vom Strom exotischer, äußerst preiswerter und ausgefallener Dinge, die sich an allen Ecken und Enden bieten.

Wer sich einen Nachmittag dem Kommerz hingeben möchte, dem sei der Siam Square und die ihn umgebenden Straßen mit ihren riesigen, glitzernden Shoppingmalls und an den Wochenenden der Chatuchak Wochenendmarkt empfohlen.

Nur Samstags und Sonntags geöffnet, ist der Chatuchak-Markt seit den 1940ern eine Institution im Bangkoker Leben, die nicht immer am selben Ort zu finden war. Inzwischen aber hat sich der Markt permanent auf über einem Quadratkilometer an der Phahonyothin Road mitten im nördlich gelegenen Bangkoker Bezirk Chatuchak etabliert.

Etwa 400.000 Besucher strömen hier am Wochenende zu den 10.000 kleinen Läden und Ständen, die zwischen Flohmarktware, neuen Gütern und Lebensmitteln alles Erdenkliche und Unerwartete feil bieten. Unter Umständen ist der Chatuchak-Markt tatsächlich der größte Flohmarkt der Welt, wie oft behauptet wird.

 Siam Square

Siam Square – von hier aus geht der Konsumrausch los…

Die Anreise ist ganz einfach. In fünf Minuten Laufentfernung ist die BTS Sky Train Haltestelle Mo Chit lokalisert, ebenso lang läuft man von der U-Bahn-Haltestelle Suan Chatuchak. Die U-Bahn-Haltestelle Kamphaengphet ist unmittelbar gegenüber vom Markt. Mein Tipp: Bequemes Schuhwerk und Sonnenschutz sowie viel frisches Wasser helfen durch den Shopping-Tag. Wer eine Auszeit braucht: Einfach leckeres Street-Thai-Food erwerben und sich in den kleinen, grünen Park verziehen, der direkt neben dem Markt zu finden ist.

Noch ein paar praktische Tipps: Hier wird, anders als in den großen Shopping-Zentren, das Feilschen geradezu erwartet. Gezahlt wird mit Bargeld, Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Am besten trägt man einen Kleinen Shopping-Rucksack vorne auf der Brust und das Geld sicher am Körper.

Ich würde niemals am Nachmittag zum Markt gehen; es kann sehr heiß und voll werden. Morgens sind die Händler zudem noch entspannter und die Auswahl größer. An kleinen Infoständen, nach denen man etwas die Augen offen halten muss, finden sich kostenlose Orientierungskarten mit einer Marktübersicht. Dennoch: Wenn ich etwas finde, was mir gefällt, kaufe ich es sofort – nicht immer finde ich auch mit Karte im Gewusel des Marktes zurück.

Wer Lust auf einen echten Kultur-Kontrast hat, macht sich auf zum Siam Square mit den ihn umgebend Luxus-Shopping-Zentren. Übrigens, auch wer gar nicht viel kaufen möchte, der wird am reinen Sight-Seeing der verschiedenen Menschen seine Freude haben! Hier eine kurze Übersicht über die Malls in Bangkok am Siam Square:
• MBK (Siam)
• Siam Paragon (Siam)
• Siam Center (Siam)
• Pantip Plaza (Chit Lom)
• Platinum Fashion Mall (Chit Lom)
• Central Chidlom (Chit Lom)
• Central World (Siam)
• Emporium (Phrom Phong)
• Terminal 21 (Asok)

Lumphini Park

Warane

Wer nach dem Shoppingtrip genug hat von Neonbeleuchtung und anderen Kauflustigen, kann einen Abstecher zu Bangkoks größtem Stadtpark machen. Nach Buddhas Geburtsort in Nepal benannt, ist der Lumphini Park eine grüne Oase der Ruhe. Schattige Wege, ein riesiger, künstlicher See und sanft geschwungene Rasenflächen laden zum Entspannen ein. Es gibt Paddelboote zu mieten, Spielplätze für Kinder und riesengroße Warane, die den ganzen Park durchkreuzen.

Wunderschön ist der Park auch morgens vor sieben Uhr, wenn die Stadt sich auf den Tag vorbereitet und die Menschen vor ihrer Arbeit auf der Wiese Tai Chi praktizieren. Abends, wenn es sich ein wenig abkühlt, finden hier Fitnesskurse statt, Menschen picknicken und Jogger durchqueren das Bild.

Essen, Essen, Essen

Das Thai Street Food in Bangkok ist einfach phänomenal. Natürlich gibt es auch unzählige hervorragende Restaurants in der Metropole – und wer die Zeit mitbringt, sollte sich einen Kochkurs, angeleitet von einem erfahrenen thailändischen Koch nicht entgehen lassen.

Doch die wahre Esskultur und einen unglaublich spannenden Einblick in das Leben Thailands bieten nun mal die zahllosen Stände auf den Straßen und in den Gassen, an denen es die exotischsten Leckereien für – das wird budgetbewusste Flashpacker freuen – sehr wenig Bares gibt. Nicht nur die Auswahl macht Spaß; auch das folgende Sitzplatz suchen und Menschen beobachten ist ein Genuss.

Wir haben ein kleines Special zusammengestellt, in dem einige der kulinarischen HotSpots Bangkoks zusammengefasst sind – Straßen und Viertel, die bei Einheimischen wie Thailand-Liebhabern für ihre feine „Straßenkost“ beliebt sind.

Wer auf der Suche nach dem schmackhaftesten Finger Food die Stadt durchreist, wird sie so zudem noch viele ihrer andernfalls unbekannten Facetten kennenlernen. Noch ein Hinweis: Montags werden stadtweit Bangkoks Straßen gereinigt. Deshalb nehmen viele Straßenhändler sich diesen Tag frei. Man findet immer noch genug Street Food, um satt zu werden – aber keinesfalls die ganze Auswahl! Montags wäre deshalb ein guter Tag, ins Restaurant zu gehen.

Bangkok Street Food Tipp #1: Victory Monument

 Victory MonumentWie in vielen Städten, finden sich auch in Bangkok Ansammlungen von leckeren Straßenständen wo immer zentrale Verkehrsknotenpunkte sind – das Victory Monument ist ein solcher. Unzählige Buspassagiere steigen hier tagsüber aus und ein; die Victory Monument BTS Station kommt noch hinzu. Um das Monument herum sowie in den unzähligen kleinen Gassen der unmittelbaren Nachbarstadt (auf Thai „Sois“ genannt) gibt es wunderbares Essen in Bootnudelnallen Varianten – so dicht auf dicht, dass es fast wie ein gigantisches Open Air Buffet um den Kreisverkehr herum erscheint.

Zuallererst empfehle ich, eines der berühmten Boot-Nudel-Rezepte ausprobieren, die hier in Dutzenden von Varianten angeboten werden.

Bootnudeln wurden ursprünglich tatsächlich auf Booten zubereitet und serviert.
Heute findet man sie hauptsächlich in Restaurants und an Ständen, wie denen in der Nudelgasse.
Am bekanntesten ist dafür die sogenannte „Nudelgasse“, nordöstlich vom Monument. Ich würde dennoch eher zum Nordwesten tendieren. Hier bieten die weniger bekannten Restaurants ihre Spezialitäten an, die aber oft authentischer und deshalb auch von Thai eher frequentiert werden.

Einfach dem eigenen Instinkt und der kulinarischen Neugier folgen – wo viele Thai essen, macht man in keinem Fall einen Fehler! Ebenfalls in der Nähe, nur etwa fünf Minuten zu Fuß Richtung Norden: Phahon Yothin Soi und Rangnam. Besuchen würde ich die Gegend zwischen ein Uhr Mittags und acht Uhr abends.

Bangkok Street Food Tipp #2: Chinatown

Chinatown Street FoodDie Chinatown in Bangkok ist selbst in China für ihr ausgezeichnetes Street Food bekannt. Das auf Thai als „Yaowarat“ bezeichnete Viertel bringt tatsächlich Spitzenköche der Garküchenkunst hervor. So ironisch es klingt, würde ich mir nur einen einzigen Ort aussuchen können, um in der Stadt Street Food essen zu gehen, wäre es wahrscheinlich hier. Die Köche sind offensichtlich stolz auf ihre Kreationen, die von den Ständen aufsteigenden Düfte sind unglaublich verlockend und die Preise im wahrsten Wortsinn unglaublich niedrig für das Gourmet-würdige Angebot.

Hier gibt es die spannendsten Gerichte oft in den dunkelsten Gassen. Man sollte einfach der eigenen Nase vertrauen und ihr dorthin folgen, wo es am leckersten riecht. Wer den Anfang in etwas heller erleuchteten Gefilden machen möchte, sollte sich sowohl auf der Yaowarat Road als auch der parallel laufenden Charoen Krung Road umschauen.

Bangkok Street Food Tipp #3: Pahurat

PahuratWo wir schon bei exotischen Orten innerhalb Bangkoks sind, sollte das liebevoll „Klein-Indien“ genannte Viertel Pahurat eine Erwähnung finden. Wer mitten in Thailand plötzlich Sehnsucht nach einer Pause von der Südostasiatischen Küche hat, wird hier Lukullisches und sehr traditionell zubereitetes Street Food aus fast allen Teilen Indiens finden – zu original indischen Preisen.

Bangkok Street Food Tipp #4./5. Ratchawat Market/ Sriyan Market

Ratchawat Market Srivan MarketVersteckt im beschaulichen und grünen Viertel Dusit, in der Nähe der Nakhon Chaisi Straße, finden sich diese beiden Märkte, die zu den ältesten und traditionellsten Bangkoks gehören. Ratchawat ist bekannt für seine kleinen Restaurants und Straßenstände, in denen vor allem die Currys vor Aromen geradezu bersten.

Ungefähr einen Kilometer weiter kommt man zum Sriyan Markt, der selber schon einen Besuch mehr als wert ist. Danach sollte man sich eines der Nudelrestaurants aussuchen und noch etwas Platz für ein Dessert von einem der Street Stalls lassen, die die Bürgersteige säumen. Am besten erreicht man beide Märkte mit dem Taxi in zehn Minuten vom Victory Monument aus. Ich würde hierher extra zum Mittagessen kommen. Tagsüber ist am meisten los, aber in einem guten Sinne – es gibt viel zu sehen und alles auf den Märkten ist ganz frisch.

Bangkok Street Food Tipp #6: Thanon Charoen Krung

Thanon Charoen KrungDieser kulinarische Spaziergang lässt sich wunderbar mit einem Besuch des Großen Palastes und dem Wat Pho kombinieren, den beide liegen am Anfang der Straße. Die Thanon Charoen Krung zieht sich über etwa acht Kilometer und ist nicht gerade pittoresk; es handelt sich um eine echte eine Hauptverkehrs- und Geschäftsstraße.

Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Tag und Nacht (!) gibt es hier auf kleinstem Raum das vielleicht abwechslungsreichste Angebot an Delikatessen in ganz Bangkok. Auch die Autos können den köstlichen Duft von gebratenem Knoblauch, aromatischen Nudelgerichten, Gebratenem und Frittiertem nicht überdecken. Am besten nimmt man, zu welcher Tages- oder Abendzeit auch immer, den BTS Skytrain zur Saphan Taksin Station und macht sich dann einfach zu Fuß auf, um die Gegend zu erkunden.

Bangkok Street Food Tipp #7: Wang Lang Markt

Wang Lang MarketKurz über den Chao Phraya Fluss, an dem die Thanon Charoen Krung Straße entlang führt, hinüber gesetzt und man befindet sich mitten in Bangkoks definitivem Fingerfood El Dorado. Denn hier ist der Wang Tang Markt beheimatet – und wenn es je eine Oase für Snack-Liebhaber gegeben hat, dann ist es hier. Die Auswahl an hübschen Schleckereien in Miniaturformat ist schier unglaublich; und geschmacklich ist die Palette an Aromen nicht mehr zu überbieten.

Achtung: Auch wenn etwas so lecker schmeckt, dass man sich schier hinein setzen möchte, ist Disziplin angebracht. Denn um die nächste Ecke findet man bestimmt eine weitere Köstlichkeit, die einfach nicht unprobiert zurückgelassen werden kann. Wer Thai Food schon immer geliebt oder erst auf dieser Thailand Reise für sich entdeckt hat, kann hier das ganze Universum thailändischer Küche in Mikroportionen erschmecken. Von vegetarischen Genüssen über Schwein, Fisch und Huhn bis zu den sagenhaftesten Desserts warten Straßenstände genau vor dem Markt, gegenüber dem Siriaj Krankenhaus, auf hungrige Interessenten.

Auch zum Wang Lang Markt kommt man am besten und schönsten mit dem Boot. Der Markt hat seinen eigenen Anlegesteg, den Wang Lang Pier und ist täglich von neun bis um fünf geöffnet.

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Reiseinformationen