Das sollten Sie in Thailand unterlassen

Vorsicht: Das sollten Sie in Thailand unterlassen

Andere Länder, andere Sitten, lautet ein bekanntes Sprichwort. Es ist daher wichtig, dass Sie sich vor Ihrer Reise nach Thailand mit den Gepflogenheiten vor Ort vertraut machen. Denn es gibt einige Dinge, die in Deutschland für Sie vielleicht ganz normal sind, die in Thailand aber nicht gerne gesehen werden oder sogar verboten sind. Um also peinliche Momente oder sogar hohe Strafen zu vermeiden, lohnt sich ein Blick auf die Frage, was Sie in Thailand besser unterlassen sollten?!

1) Sich selbst hinter das Steuer des Bootes setzen.

Das Bootfahren gehört für viele deutsche Touristen untrennbar zu einem gelungenen Urlaub in Thailand. Schließlich sind die traditionellen Boote ein beliebtes Motiv auf zahlreichen Fotos oder Postkarten und so möchte jeder mal selbst in einem solchen Boot gesessen haben. Aber auch klassische Motorboote & Co erfreuen sich unter Touristen großer Beliebtheit, um das Land aus einer anderen Perspektive zu betrachten oder beispielsweise auf eine Insel überzusetzen. Gründe kann es also viele geben, sich auf das Wasser zu wagen. Allerdings sollten Sie das niemals auf eigene Faust tun. Denn ein Boot zu steuern, ist in Thailand nur erlaubt, wenn Sie einen thailändischen Kapitänsschein besitzen. Einfach ein Motor- oder Segelboot zu mieten, ist längst nicht so einfach wie in Deutschland. Ihnen bleiben daher nur zwei Möglichkeiten: Entweder investieren Sie die Zeit und das Geld, um diesen Kapitänsschein zu machen, was jedoch nur für die wenigsten Menschen infrage kommt. Oder Sie buchen das Boot inklusive Kapitän und lassen die Hände vom Steuer, um keine Strafe zu riskieren.

2) An den falschen Orten rauchen oder dampfen.

Raucher müssen in Thailand strenge Regeln befolgen. Wer für die Dauer seines Aufenthalts nicht auf den Glimmstängel verzichten kann oder will, sollte sich deshalb vorab informieren, wo das Rauchen gestattet ist – und wo nicht. Generell verboten ist das Rauchen in Thailand auf öffentlichen Plätzen und Straßen, vor allem in Bangkok. Dazu gehören auch Restaurants, Schulen, Parks, Banken und natürlich die Tempel. Ansonsten droht Ihnen eine hohe Geldstrafe. Das gilt auch für jeden, der Asche auf den Gehweg schnippt oder Zigarettenstummel achtlos wegwirft. Bis zu 2.000 Baht müssen Sie dafür bezahlen. Von Interesse sind für Raucher außerdem neue Bestimmungen, die seit Februar 2019 gelten: Demnach müssen Sie beim Rauchen mindestens fünf Meter Abstand halten von sämtlichen Ein- und Ausgängen sowie von öffentlichen Gebäuden oder öffentlichen Bereichen. Sogar klassische Wohngebäude mit Miet- oder Eigentumswohnung sind darin inbegriffen, ebenso wie Parkplätze oder Bahnhöfe. Wenn Sie also ungestört rauchen möchten, bleibt Ihnen eigentlich nur die eigene Unterkunft oder eine Zigarren-Lounge.

Auch an den thailändischen Stränden gilt ein Rauchverbot. Am 1. Februar 2018 ist diesbezüglich ein Gesetz in Kraft getreten, das an 24 Stränden das Rauchen verbietet und mit bis zu 100.000 Baht oder sogar einem Jahr Gefängnis bestraft. Betroffen sind vor allem die bei Touristen beliebten Strände und Inseln, wo Zigarettenkippen zunehmend zum Problem für die Umwelt wurden. Zukünftig soll das Verbot auf alle Strände ausgeweitet werden. Für Raucher stehen dann spezielle sowie ausgeschilderte Raucherzonen zur Verfügung, inklusive Möglichkeit zur Entsorgung von Asche und Zigarettenstummel. Und noch etwas sollten Raucher wissen: E-Zigaretten sind in Thailand prinzipiell verboten und dürfen daher auch in den Raucherzonen nicht gedampft werden. Wer E-Zigaretten im Gepäck hat, sprich nach Thailand einführt, dem droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

3) Das Bargeld respektlos behandeln

Bargeld respektlos behandelnIn Deutschland ist Bargeld eher ein Mittel zum Zweck, das nicht immer mit Sorgfalt behandelt wird. In Thailand könnte das ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Da auf den thailändischen Barmitteln ein Bild des Königs abgebildet ist, wird Bargeld mit größtem Respekt behandelt. Jede Form von respektlosem Handeln, sei es bei den Scheinen oder Münzen, wird nämlich als Beleidigung des Königshauses aufgefasst. Dabei handelt es sich nicht nur um eine gesellschaftliche Konvention, sondern um ein Gesetz, dessen Verletzung mit bis zu 15 Jahren Freiheitsentzug bestraft werden kann. Niemals sollten Sie daher Münzen oder Scheine auf den Boden werfen, zertreten, bespucken oder auf andere Art und Weise respektlos behandeln, beispielsweise einen Geldschein zerknüllen oder zerreißen.

4) Drogen kaufen oder konsumieren.

Gerade im Ausland pflegen viele deutsche Touristen einen lockeren Umgang mit Drogen. Einige gehen sogar gezielt zu berühmten Veranstaltungen wie der „Full Moon Party“, um dort Drogen zu konsumieren. Allerdings sind die Regelungen diesbezüglich in Thailand nicht lockerer, sondern sogar strenger als in Deutschland. Im Extremfall droht Ihnen sogar die Todesstrafe, wahrscheinlicher ist jedoch eine hohe Geld- oder eine Gefängnisstrafe. Selbst, wenn Ihnen Drogen angeboten werden, sollten Sie daher niemals zugreifen. Denn die Polizei kontrolliert vor allem in den Touristenregionen streng und arbeitet nicht selten mit angebliche Drogenhändlern zusammen.

5) Alkohol an Feiertagen trinken.

Alkohol an Feiertagen trinkenDie Finger von Drogen zu lassen und sich stattdessen mit Alkohol zu begnügen, ist in Thailand daher eine gute Strategie. Doch auch diesbezüglich ist Vorsicht geboten, denn an einigen Feiertagen staatlicher oder religiöser Art gilt ein landesweites Alkoholverbot. An diesen Tagen ist der Verkauf sowie Konsum von Alkohol strengstens untersagt. Zudem ist der Verkauf in Thailand immer zu gewissen Uhrzeiten verboten, nämlich zwischen 14 und 17 Uhr sowie zwischen Mitternacht und elf Uhr.

6) Glücksspiel betreiben – auch im Casino.

Vor allem im Urlaub betreiben viele Deutsche gerne Glücksspiel auf die eine oder andere Art und Weise. Was in Deutschland oftmals eine rechtliche Grauzone darstellt, ist in Thailand aber deutlich strenger geregelt: Abgesehen von der staatlichen Lotterie, ist sämtliches Glücksspiel strengstens verboten. Dabei ist egal, ob es sich um Karten-, Würfel- oder andere Spiele handelt und sogar Wetten sind inbegriffen, ausgenommen jene auf Pferderennen. Sogar harmlose Kartenspiele in der Öffentlichkeit können bestraft werden, sofern Sie mehr als 120 Karten besitzen.

Wer auf Nummer sicher gehen und ein Casino nutzen möchte, sucht in Thailand ebenfalls vergeblich. Auch diese sind in Thailand nicht zulässig und finden Sie doch eines, so handelt es sich garantiert um ein illegales Casino, denn der Schwarzmarkt blüht. Das gilt auch für Online-Casinos, wie sie in Deutschland zumindest teilweise legal sind. Um eine Strafe zu vermeiden, sollten Sie das Glücksspiel in Thailand daher unterlassen oder sich intensiv damit auseinandersetzen, was erlaubt ist und was nicht. Sollten Sie unsicher sein, können Sie diesbezüglich Rat in speziellen Online-Communities suchen, um sich mit Menschen auszutauschen, die über Erfahrungen oder Wissen bezüglich des Glücksspiels in Thailand verfügen.

7) Buddhistische Symbole entehren oder ausführen.

Der Buddhismus ist in Thailand die Staatsreligion. Dementsprechend wichtig sind den Thais ihre buddhistischen Symbole, beispielsweise Statuen oder Tempelanlagen. Wer sich ihnen gegenüber falsch verhält, muss mit einer Ausweisung, Geldstrafe oder sogar einem Gefängnisaufenthalt rechnen. Jegliche Form der „Verunglimpfung“ ist daher zu unterlassen und bei der Auslegung sind die thailändischen Gerichte durchaus streng. So wurde beispielsweise eine Frau verhaftet, weil sie in den sozialen Netzwerken ein Bild postete, bei dem sie einen Fuß auf der Stupa hatte. Auch das Klettern auf Tempelanlagen, das Bemalen von Statuen oder anderes Fehlverhalten wird streng geahndet. Verboten ist außerdem, dass Sie Buddha-Statuen jeglicher Art aus Thailand ausführen. Es gibt jedoch wenige Ausnahmen von der Regel, über die Sie sich vorab informieren sollten, wenn Sie eine solche beispielsweise als Souvenir mit nach Hause nehmen möchten.

8) (Wildlebende) Tiere füttern.

Den Fischen einige Brotkrümel ins Wasser werfen oder den Tauben ein Stück von der Eiswaffel abgeben – solche Dinge sind für viele Deutsche vollkommen normal. Doch in Thailand ist das Füttern von Tieren gesetzlich verboten. Von der Geld- bis zur Gefängnisstrafe ist je nach individuellem Fall alles möglich. Ausnahmen gibt es, wenn das Füttern der Tiere ausdrücklich erlaubt ist, beispielsweise im Rahmen einer Attraktion, wie es sie in Thailand vielerorts gibt. Doch Elefantenreiten, Tigershow & Co sind Tierquälerei und sollten von Touristen gemieden werden, obwohl sie legal sind. Denn nur, wenn keine Nachfrage mehr besteht, können diese Missstände eines Tages der Vergangenheit angehören.

Verantwortung übernehmen und sich informieren, lautet daher die Devise bei Ihrem Urlaub in Thailand, um diesen ohne Ärger mit dem Gesetz sowie guten Gewissens zu genießen.