Surfen in Thailand: Perfekt zum Surfen lernen und nie überfüllt

Surfing ThailandSurfen in Thailand…selbst absolute Surf-Profis und Globetrotter schauen bei dieser Kombination gern mal erstaunt. Denn die Thailänder selber surften lange so gut wie gar nicht; dieser Sport hat sich in Thailand einfach nie etabliert. Es waren die Auswanderer vor allem aus Europa, die sich auf die Suche nach den besten Wellen zum Surfen und Kitesurfen in Thailand aufmachten – und zu ihrem Erstaunen unberührt paradiesische Spots dafür fanden. So ist Thailand erst seit Ende der 1990er überhaupt zum Surf-Ziel geworden. Bis heute ist es ein diesbezüglich ein kleiner Geheimtipp geblieben – was aber vor allem für jeden, der Surfen lernen möchte, riesige Vorteile mit sich bringt.

Natürlich sind in den letzten zwanzig Jahren zunehmend Urlauber mit dem Board unterm Arm in Thailand eingetroffen und haben vor allem thailändische Jugendliche mit ihrer Begeisterung angesteckt. Doch nach wie vor lässt es sich an Thailands Küsten und vor Thailands Inseln hervorragend relativ alleine Wellen surfen – oder jedenfalls nur in genauso viel Gesellschaft, wie es angenehm ist.

Ein Wort zur Ausrüstung: Anders noch als vor einigen Jahren müssen vor allem Anfänger fürs Surfen in Thailand kein eigenes Board oder Equipment mitbringen. Vielen Surfschulen, vor allem auf Phuket, Ko Samui und in Bangkok sind inzwischen Surf-Shops angeschlossen oder in der Nähe zu finden; außerdem stellen diese auch Leihboards explizit zum Surfen lernen zur Verfügung. Auch Bodyboarding Equipment und Longboards sind inzwischen in Thailand zu haben.

Grundsätzlich bieten sich zum Surfen in Thailand beide Küstenstreifen des Landes an: Die Andaman-See und der Golf von Thailand. Die Andaman-See bezieht ihren Wasserzufluss aus dem Indischen Ozean; dort steht deshalb auch mehr Kraft zur Wellenbildung zur Verfügung.

In dieser Einleitung zu unserem Surf-Special fürs Surfen in Thailand geben wir einen allgemeinen Überblick über einige lohnenswerte Besonderheiten des Surfens in Thailand, highlighten die beliebtesten und besten Surf-Spots und verraten die wichtigsten Surf-Reisetipps. In den folgenden Beiträgen gehen wir dann näher auf die einzelnen Inseln und Küstenabschnitte ein, die besonders schöne Wellen bieten.

Phuket: Surfen in Thailand vor einer der idyllischsten Inseln der Welt

Phuket Nai Harn

Phuket’s Nai Harn Beach von oben…an einem windstillen Tag

International am bekanntesten zum Surfen in Thailand ist sicherlich Phuket, die mit 50 Kilometer Länge und 22 Kilometer Breite größte Insel Thailands (deshalb widmen wir ihr und ihren Stränden auch zwei Teile dieses Surfer Specials). Auf Phuket befinden sich auch die meisten Surf-Schulen und perfekte Stellen, um Surfen zu lernen.

Die Strände Phukets gehören zu den schönsten der Welt (ein subjektives Urteil, das aber von vielen sandverliebten Weltenbummlern geteilt wird) – nicht nur zum Surfen für Anfänger. Das kristallklare, türkisblaue Wasser und der Sonnen getränkte Horizont sehen vom Strand aus überirdisch schön aus; und vom Wasser aus haben Surfer einen einzigartigen Blick auf dieses paradiesische Fleckchen Erde. Gerade beim Surfen lernen machen hier auch die Pausen Spaß, in denen man relaxt auf dem Brett sitzend einfach nur die Schönheit der Natur genießt.

Wer als totaler Neuling in Thailand surfen lernen möchte, ist an den Stränden Patong und Kata Noi bestens aufgehoben. Kamala, Surin, Kata, Nai Harn and Bang Tao sind alle lang genug, um verschiedenste Wellenformationen zu liefern, so dass von blutigen Anfängern bis zu Fortgeschrittenen alle ihren Spot finden können. Surin hat im Durchschnitt die schwersten Wellen, während das direkt nebenan gelegene Bang Tao auch für Einsteiger super geeignet ist.

Kata Beach Surfing

Wunderschöne Wellen am Kata Beach

Nai Harn liegt zwischen natürlichen Wellenbrechern, geformt aus Küste und Riff. Wellen erreichen deshalb selten mehr als drei Meter; relative Neulinge und Fortgeschrittene mit etwas Erfahrung sollten sich hier wohl fühlen. Kamala ist etwa zwei Kilometer lang und kann grob in drei Abschnitte eingeteilt werden. Am südlichen Ende werden die Wellen nicht höher als einen Meter – was aber bei Familienurlauben die ideale Höhe für Kinder zum Einsteigen ins Surfvergnügen sein kann. Mittig wird’s dann abenteuerlicher, mit Wellen bis zu drei Metern Höhe, die auch den Mutigeren schon Konzentration abverlangen können. Am nördlichen Ende wartet ein etwas felsiges Paradies mit Riff- Pointbreak auf echte Profis. Übrigens: Auf Kamala werden inzwischen auch jährliche Surf-Wettbewerbe, wie etwa der Kamala Go Surfing Contest ausgetragen.

Ein wahres Surf-Mekka zum Surfen in Thailand ist Kata Beach; hier wird auch der inzwischen landesweit bekannte jährliche Phuket Surfing Contest ausgetragen. Wer diesen allerdings verpasst, kann sich auch beim Kalim Surf Contest umschauen.

Surfen in Thailand ist perfekt für Natur- und Platzliebhaber

Surfen während der Regenzeit

Typische Wellenformation während der Regenzeit vor Phuket

Auch wenn Phuket inzwischen zum thailändischen Surferparadies geworden ist – in die Quere kommt man sich nie, hier so wenig wie an anderen beliebten Surfspots in Thailand.

Welcher Surfer hat nicht schon einmal davon geträumt, einsam und allein die besten Wellen auszukosten, ohne ständig auf mögliche Zusammenstöße achten zu müssen oder eine Etikette der Rücksichtnahme zu praktizieren (die an und für sich empfehlenswert ist). Natürlich ist gesunder Wettbewerb eine feine Sache; und sich gegenseitig neue Skills zu zeigen, ebenfalls. Wer mag, hat hierzu auch in Thailand genug Gelegenheit. Wer sich aber mal den Traum des einsamen Surfens erfüllen will, ist in Thailand ebenso richtig – immer noch.

Das liegt zum einen an der noch unentdeckten Location, zum anderen aber auch an der gewählten Reisezeit fürs Surfen in Thailand. Denn die bei weitem besten Wellen findet man in Thailand zwischen Mai und November, was gleichzeitig auch die absolute Nebensaison ist. Das macht die Wahrscheinlichkeit, Brett an Brett zu surfen, nochmals unwahrscheinlicher für alle, die in diese Zeit ihren Thailand Urlaub legen können.

Natürlich fällt in diese Monate auch die Regenzeit; sie ist sogar der Grund für die anschwellenden Wellenberge zwischen ein und drei Meter Höhe. Doch der Monsun in Thailand verhält sich anders, als man ihn sich vorstellt: Weder windet es, noch regnet es kontinuierlich; eher kommen Schauer vom Himmel, die bald wieder nachlassen. Zwischendurch ist es stundenlang trocken. Wer sich darauf einstellt, zwischendurch schnell an Land zu gehen, kann wunderbar in den langen Regenpausen surfen. Die örtlichen Wettervorhersagen sind außerdem erstaunlich präzise und lassen Tagesplanungen gut zu.

Thailand gehört zu den sichersten Surf-Locations der Welt

Gerade, wenn man Surfen lernen will oder noch zu den Anfängern gehört, ist Sicherheit ein großes Fragezeichen. Zu wissen, dass viele der anderorts vorhandenen Risiken kein Thema sind, hilft dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

So gut wie überall in Thailand ist der Meeresboden mit feinem Sand bedeckt; die Wahrscheinlichkeit, auf Felsen oder Riffe zu stoßen, ist bei sorgfältiger Auswahl des Surftspots gleich Null – und es gibt eine riesige Auswahl dieser sicheren Stellen. Durch die schon erwähnte fehlende Dichte an Surfern kommt es auch wesentlich seltener zu Kollisionen. Die Meeresbewohner sind friedlich: zu unliebsamen Begegnungen mit Haien, giftigen Quallen oder Stachelrochen wird es um Phuket nicht kommen…

Thailand gehört zu den sichersten Surf-Locations der Welt…eher schon schwimmt mal eine freundliche Schildkröte vorbei.

Die einzige wirkliche Gefahr, die unerfahrenen Surfern in Thailand droht sind die sogenannten Riss Strömungen; das sind Wasserkanäle, die sich direkt vom Ufer aus bilden. Riss Strömungen sind unangenehm, aber nicht per se lebensgefährlich. Dennoch passiert es immer wieder, dass Menschen im Zusammenhang mit ihnen ertrinken – allerdings nur, weil sie nicht wissen, wie sie sich genau zu verhalten haben, um was es sich bei dem Phänomen handelt und wie man sich wieder daraus befreit. Die resultierende Panik führt dazu, dass man zu lange versucht, gegen die Strömung anzuschwimmen – und genau darin liegt der Fehler.

Riff StrömungRiss Strömungen werden von brechenden Wellen geformt, die Wasser gegen das Ufer drücken. Diese Wassermassen fließen zusammen und suchen sich einen Weg zurück ins offene Meer. Dadurch bildet sich ein Abfluss-Korridor vertikal zum Strand, in einer kurzzeitig extrem starken Strömung, die die Kräfte selbst erfahrener Schwimmer und Surfer übersteigen kann. Riss Strömungen in Thailand sind selten länger als 70 Meter und breiter als vier bis fünf Meter. Sie kommen immer überraschend, auch an windstillen Tagen; wenn man aber das generelle Risiko kennt und Ruhe bewahrt, entkommt man ihnen relativ leicht.

Das Geheimnis ist, nochmal wiederholt: Niemals gegen die Strömung Richtung Strand anzuschwimmen versuchen! Stattdessen Ruhe bewahren und sich einfach von der Strömung mit treiben lassen. Nach spätestens siebzig Metern hört sie auf bzw. beginnt, eine Kreisbahn zu beschreiben; in diesem Moment kann man ganz leicht mitgehen und dann parallel zum Ufer wegschwimmen. Wann der entsprechende Moment gekommen ist, merkt man von selbst. Danach gelingt der Rückweg zum Strand leicht.

Unser Geheimtipp zwischen dem Surfen lernen in Thailand: Yogaklassen nehmen!

Yoga nach dem SurfenAlle Surf-Locations in Thailand bieten noch viele andere wunderbare Aktivitäten – vor allem für Surf Anfänger, die sich nicht nur dem Wellen Reiten hingeben möchten. Kulinarisches, Sehenswürdigkeiten, Trekking-Trips sind nur einige der Angebote, die neben den klassischen andere Wassersportarten wie Jet Ski fahren, Stand-Up-Paddeln (eine ganz neuer Trend unter Surfern in Thailand) oder Wasserski fahren spannende Unterhaltung bieten.

Wer aber auch an Land etwas für die eigene Surf-Fitness tun möchte, der nimmt eine der vielen ausgezeichneten Yoga-Klassen in Anspruch, die oft strandnah angeboten werden. Dass Yoga eine ausgezeichnete ausgleichende Wellness-Praxis für Surfer ist, hat sich erst in den letzten Jahren herumgesprochen – seitdem jedoch ist ein wahrer Yogi-Boom unter professionellen Surfern auch in Thailand ausgebrochen. Vor allem lernt man neben ganz allgemein wohltuenden Asanas Stretch-Übungen, die vor und nach dem Surfen auch Anfänger vor dem Muskelkater bewahren und wunderbar warm und flexibel machen. Über einen längeren Zeitraum ausgeübt, verleiht Yoga außerdem eine bessere Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit – besonders wichtig beim Wellen surfen! -, Stärke und Kondition.

Auf allen surf-affinen Inseln werden inzwischen sogenannte Drop-In Klassen angeboten, bei denen man einfach so vorbeischauen und eine einmalige Gebühr bezahlen kann. Wer zum Surfen lernen nach Thailand kommt, sollte sich diesen wunderbaren Ausgleichs-“Sport” keinesfalls entgehen lassen – vielleicht wird ein lebenslanges Hobby daraus!

Surfen lernen in Thailand: Hier stimmt einfach alles – auch für Kinder

Abendliche Stimmung am Surin Beach

Abendliche Stimmung am Surin Beach

Zum Surfen lernen ist Thailand einfach das perfekte Land. Gerade erfahrenen Surfern bietet Thailand die perfekte Location, um mit den eigenen Kindern einen entspannten Urlaub zu machen und sie dabei ganz relaxt an den eigenen Lieblingssport heranzuführen. Wellen und Randbedingungen machen das Surfen für Anfänger in Thailand zu einem sicheren Vergnügen, bei dem garantiert keine Angst oder Hektik aufkommt. Vor allem in Phuket gibt es auch extra Kurse für Kinder.

Wer direkt den professionellen Weg gehen möchte, wird in Thailand inzwischen genügend Surflehrer mit ISA (International Surfing Association) Zertifikation finden. Ist diese Zertifizierung auch noch weniger bekannt, kann man sich doch auf sie verlassen; sie wird vom internationalen olympischen Komitee als die weltweit führende Autorität auf dem Gebiet des professionellen, sicherheitsbewussten und nachhaltigen Surfen anerkannt (ein wenig vergleichbar mit dem PADI Abzeichen für Taucher).

Wer es ernst meint mit dem Surfen lernen in Thailand und vorher noch nie auf einem Board stand, sollte einen 5-Tages-Kurs buchen, wie ihn inzwischen die meisten der Surfschulen in Thailand anbieten. Tipp: Wer mit Freunden gemeinsam den Kurs bucht, zahlt als Gruppe weniger. Surfboards und Equipment sind im Preis inkludiert. Die meisten Surfkurse kosten zwischen 30 und 50 Euro am Tag. Dafür sollte man mindestens anderthalb bis zwei Stunden Unterricht sowie die Benutzung des Boards zum Üben erwarten können. Für den Anfang stellen die Schulen soft-top Surfboards; wer danach weiter mit diesen Anfänger-Boards üben möchte, kann sie tage- oder wochenweise leihen.

Longboarding, Bodyboarding und Kite-Surfing in Thailand

Kite SurfingNicht nur fürs klassische Surfen hat Thailand sich in den letzten Jahren zum Geheimtipp entwickelt. Die eher kleineren und “fetteren” Wellen eignen sich perfekt fürs Longboarding – weshalb dieser Surfstil in Thailand auch immer mehr an Beliebtheit gewinnt und wir auf ihn in unseren kommenden Teilen dieses Surfen-in-Thailand-Spezials detailliert eingehen werden. Das gleiche gilt für das Kitesurfen und Bodyboarden in Thailand, vor allem auf der Höhe der Regenzeit.

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